Hyslop Uncut #61: Annette Heinisch
Shownotes
Ob "Niedergang des Westens", strukturelle Probleme des Staates oder Negativauslese bei politischem Führungspersonal: Annette Heinisch geht in ihrem gemeinsam mit Arnold Vaatz und Gunter Weißgerber geschriebenen Buch "Der moderne Staat" ans Eingemachte.
Ich habe mit ihr u.a. über politische Ideologien als "säkulare Religionen", den Staat als Hardware und Software, die Freiheit des Einzelnen und das Bedürfnis einiger nach einem möglichst starken Staat gesprochen.
Heinisch ist Rechtsanwältin, Publizistin, Moderatorin des Podcasts "Macht & Markt". Beim Kontrafunk moderiert sie regelmäßig die Sendung "Der Rechtsstaat".
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00:00:00: Schönen guten Tag!
00:00:05: Mein heutiger Gast schreibt in ihrem Buch unter anderem von einem Niedergang des Westens, von strukturellen Problemen des Staates und einer Negativauslese wenn es um politische Führungsämter geht.
00:00:18: Über all das sprechen wir heute.
00:00:20: Herzlich willkommen Annette Heinisch!
00:00:22: Vielen Dank für die Einladung!
00:00:24: Gerne doch Frau Heinish.
00:00:25: Frau Heinich ich habe schon gesagt ihr Aktuelles Buch heißt der Moderne Staat.
00:00:30: Darin vergleichen Sie den Staat mit einem Garten, dann so ein bisschen mit Hardware und Software also mit dem Computer im Prinzip?
00:00:38: Und auch mal mit einer Versicherung.
00:00:39: darüber sprechen wir noch!
00:00:41: Aber zunächst einmal die Frage, die sich vielleicht der einen oder andere stellt – wie kam es denn überhaupt zu diesem Buch?
00:00:49: Aus verschiedenen Aspekten, die sie sich dann irgendwann verdichtet haben... Ich schreibe ja schon länger bei der Achse des Guten über diverse Themen und man merkt dass das eigentlich immer mehr wird.
00:00:58: Die Themen stapeln sich, die Kritik wird immer lauter.
00:01:03: Aber die Änderung kommt nicht.
00:01:04: und woran liegt das eigentlich?
00:01:07: Die Frage hat mich schon länger eigentlich als Kind beschäftigt weil ich komme aus einer Familie, die tatsächlich schon gegen die Nazis war als die Nazis da waren.
00:01:16: Ich erinnere mich an Gesprächen mit meinem Großvater der oft vollkommen verzweifelt war und auch sagte er verstand es immer nicht.
00:01:24: Eigentlich intelligente und integre Leute.
00:01:26: Dann waren die Hinterhitler her, also er hat es einfach nicht verstanden und diese Frage hat mich oft auch bewegt.
00:01:33: Woran liegt das?
00:01:34: Was sind eigentlich die Hintergründe, die tieferen Hintergründen hinter dem was wir an der Oberfläche so sehen?
00:01:41: Und dann kam es natürlich auch zu Unterhaltungen.
00:01:43: Ich habe das Buch hier nicht ganz allein geschrieben mit Gunter Weißgabe und Arnold Faz Die aus unterschiedlichen Blickwinkeln das ebenso auch so sah.
00:01:51: Arnold Faz hatte am Anfang seine Erfahrungen aus seiner CDU-Zeit geschrieben, die ja noch nicht lang zurückliegt.
00:01:58: Auch im Präsidium wieder alles schief ging.
00:02:02: Gunther Weißgerber ist sehr frustriert.
00:02:04: der hat die SPD in Leipzig nach der Wende mit gegründet war ein Freund und auch eine große Anhänger von Helmut Schmidt und sah was daraus wurde.
00:02:15: Ja und so kam eben aus vielen Gesprächen auch so der Gedanke woran liegt es?
00:02:21: Was ist der tiefere Grund, was wir sehen die Spitze des Eisbergs?
00:02:25: Was ist den Berg dann darunter.
00:02:28: Was soll denn mit dem Buch erreicht werden?
00:02:30: Soll da vielleicht auch so eine gewisse gesellschaftliche Debatte mal angestoßen werden?
00:02:35: Ja es wäre sicherlich eine Debatte dass wir uns nicht nur über den Wahl-Themi aufregen oder solche wirklich gravierend wichtigen Themen bearbeiten sondern uns eigentlich der grundsätzlichen Debatte stellen, was läuft bei uns schief?
00:02:51: Denn ich sehe das auch in England zum Beispiel.
00:02:55: Man tauscht das Personal aus, man tauschte jetzt sogar Parteien aus und ein Freund sagt mir, spy is remorse.
00:03:03: Das wird ja alles nicht besser.
00:03:04: Woran liegt es?
00:03:05: Was läuft bei us ganz grundlegend verkehrt?
00:03:09: Und dass ist mehr als einfach nur eine Partei oder eine Regierung könnte in unserem Konzept, unserer Modellbildung der Wirklichkeit wie ein Staat funktioniert.
00:03:21: Wo könnten da Fehler sein?
00:03:22: denn das kann man dann auch korrigieren?
00:03:26: Jetzt ist das Buch ja kein ultra dicker Klopper, das schließt sich ja recht gut weg hat ich glaube so hundertsiebzig Hundertseitensurs um den Träge gehabt.
00:03:35: wenn ich als Leser damit fertig bin Frau Heinisch was sollte ich denn dann im Optimalfall daraus mitnehmen?
00:03:44: Also direkt mitnehmen kann man aus Büchern eigentlich höchstens Erkenntnis.
00:03:47: Das ist bei jedem Buch wohl ähnlich!
00:03:50: Hier ist vielleicht die nachdenkungswerte Erkenntniss, dass dieser Gedanke eines sekularen Staates bei uns überstrappaziert wird oder vielleicht auch falsch verstanden wird.
00:04:02: Eines meiner Hauptanliegen in diesem Buch ist ja auch darzustellen das ich zwar sehr für einen sekularen Staat bin Aber sehr große Zweifel daran habe, dass wir diesen auch noch haben.
00:04:12: und ich gehe eben auch in Hinblick auf die Vergangenheit darauf ein.
00:04:16: Dass die politischen Ideologien nichts weiter sind als sogenannte sekulare Religion Ersatz-Religion Das ist auch nichts Neues.
00:04:25: das hat man eigentlich schon im letzten Jahrhundert rausgefunden Auch schon in den dreißiger Jahren.
00:04:30: das war eine ganz gute Zeit aus der zeit von Haier oder ähnlichem mit vielen erkenntnissen weil Wenn man noch zurückgeht, das war mit Gustave Le Bon, der das auch in seiner Massenpsychologie schon festgestellt hat beim Sozialismus.
00:04:46: Dass wir immer Ersatzreligion brauchen,
00:04:48: d.h.,
00:04:48: der Mensch braucht Ziele was ist gut?
00:04:50: Was ist böse?
00:04:51: Wie steuern wir dahin wie steueren wir nicht dorthin?
00:04:55: und das erklärt dann oft diesen A-Fanatismus dass die Menschen da Also selbst intelligente Menschen eigentlich rationalen Überlegungen gar nicht mehr zugänglich sind.
00:05:07: Das heißt wir argumentieren auf einer rationalen Ebene, auf einer vernünftigen Ebene und fragen mal warum sind die Leute nicht vernünftig?
00:05:14: Ja weil sie in einem Glaubenssystem gefangen sind und Ratio da einfach die falsche Antwort ist das es nicht der Tür öffnet.
00:05:21: Und das Zweite ist, wenn das so ist.
00:05:24: Wenn die politischen Religionen Ersatz-Religion sind dann haben wir ja gar keinen Ratsersatz der säkularen Staat mehr den ich eigentlich sehr gerne möchte denn nur dann kann ich auch auf rationaler Art und Weise Probleme lösen.
00:05:36: Wenn ich aber jetzt immer die Illusion habe Ich kann mit Vernunft und politischen Ideologien irgendetwas machen und habe mir nicht überlegt dass das religiöse einfacher sind.
00:05:46: Wir reden von Klimasekten Jeder sagt das Aber wir ziehen jetzt nicht den Schluss.
00:05:52: Wenn das Klimasekten sind, dann wo ist denn der säkulare Start?
00:05:56: Und das ist erstmal so.
00:05:57: die erste Hürde über die man gehen muss, dass man sagen muss Wie kommt es und wann kann ein Staat überhaupt erst säkular sein?
00:06:06: Dass man vielleicht zum Beispiel mal darüber eine Diskussion anstößt.
00:06:11: Denn wenn endlich säkula und nicht vernünftig ist, dann sind auch rationale Überlegungen im Moment gar nicht mehr so besonders wichtig.
00:06:18: Und vor allen Dingen folgt daraus dann auch, dass wir eigentlich Glaubenskriegen entgegensehen müssen wie wir sie ja schon mal hatten und die möchte ich eigentlich auch nicht mehr.
00:06:28: Der philische Frieden hat uns ja daraus geführt aus diesem Glaubenzkrieg in einen säkularen Staat.
00:06:34: Wir gehen jetzt gerade den ungekehrten Weg wieder hinein in ein vollkommen aus meiner Sicht irrationalen jedenfalls sehr religiösen politisch religiösem Start der für mich so nicht mehr händelbar ist.
00:06:51: Über die säkularen Religionen, über die sprechen wir noch keine Bange aber gehen wir erstmal vielleicht mal nochmal einen Schritt zurück.
00:06:57: wer das Buch in die Hand nimmt und liest sich mal ein bisschen den Klappentext durch der sieht dann so Begriffe wie Niedergang des Westens, der ließ darin Deutschland befinde sich politisch-wirtschaftlich unsozial im freien Fall und es gebe von oben einen eingeleiteten Absturz.
00:07:15: Das klingt ja erstmal alles ziemlich furchteinflößend, wenn man das liest.
00:07:19: Ist es denn um den Westen im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen wirklich so schlimm bestellt?
00:07:26: Ja also ich sehe das in der Tat so, wobei ich da Deutschen gar nicht herausgreifen möchte.
00:07:32: Wie gesagt Ich habe relativ gute Kontakte nach England oder hatte sie früher noch mehr eben weil meine Familie zum Teil ausgewandert ist dorthin in der Zeit Und ich habe das dort als Kind schon erlebt, wie zum Beispiel Großbritannien.
00:07:50: Also ich kenne vor allen Dingen England muss ich jetzt sagen und deswegen sage ich auch England weil Großbritanien ist ja größer aber mit Schottland und Wales und Irland habe ich nur Peripher Kontakt gehabt also kenne ich nur flüchtig.
00:08:02: Aber in England die Automobilindustrie und den Niedergang der Automobil Industrie hab' ich mitgemacht weil meine Familie dort gearbeitet hat im Coventry Und ich sehe das gleiche jetzt wieder.
00:08:11: Damals war es die sozialistische Regierung und es waren die Arbeiter, die eigentlich für me so toucher waren nicht Die wunderbaren Leute nicht die Oberklasse ist ja in England wirklich nur der Adel Wer so eine Familie geboren wird aber auch nicht die obere Mittelklasse Nicht die aus Oxford oder Cambridge kamen.
00:08:31: die waren immer der Ansicht sie können die ganze Welt lenken leiten und dirigieren Und haben das Land in den Niedergang gebracht.
00:08:38: Demgegenüber habe ich zwar nicht direkt Erhard miterlebt, aber die Folgen von Erhard und bei uns war das sogenannte Wirtschaftswunder, von dem Professor Kurz sagt, dass einzig Wunder war, dass er das umsetzen konnte.
00:08:51: Aber die Folge, wie wir einen Aufschwung hatten, war vollkommen logisch weil wir hatten dann die Marktwirtschaft und bei Uns blühte alles und es war sehr viel besser!
00:09:01: Jetzt sehe ich aber das Umgekehrte auch sehr viel bei kleineren und mittleren Unternehmen arbeite.
00:09:07: Und sehe, wie eins nach dem anderen schließt – wie die Leute alles dicht machen – seh ich sehr nahe, wie es mit uns bergab geht.
00:09:18: Eine ganze Weile konnte man das auch noch auffangen.
00:09:23: Das ist ja immer so eine Weile hat man in so einer Art Puffer!
00:09:26: Aber nachher geht es rabiat und das sind ja nicht nur die Wirtschaftsdaten, die eigentlich eine ganz klare Sprache sprechen.
00:09:32: Und die Industrie, die weg ist, die kriegen wir auch nicht wieder!
00:09:35: Das ist also wirklich illusorisch zu glauben dass das was weg ist wieder kommt.
00:09:39: Und das sehe ich jetzt eben auch in England.
00:09:40: Auch England will immer wieder Industrien dazu werden... ...und kämpft verzweifelt darum.
00:09:44: Das geht nicht, das funktioniert nicht.
00:09:46: Wir haben keinen sozialen großen Frieden mehr.
00:09:48: Wir sind dermaßen in Einzelteile zerlegt, zersplittert Einer gegen den anderen, wir haben durch die Migration einen großen Bruch im gesellschaftlichen Zusammenhalt gehabt und jetzt meine ich gar nicht mal im Verhältnis zu Ausländern.
00:10:03: Ich meine auch zur Einstellung dazu darf man was sagen darf man es nicht sagen was Meinungsfreiheit geht Und alles das.
00:10:10: wenn man nach Frankreich reist ist es nicht viel besser?
00:10:13: Wir haben ein ganz ganz großes Problem in In dem westlichen Teil Europas.
00:10:19: Wir haben sehr erhebliche Probleme in den USA, auch dort kann man sie wirklich sehen.
00:10:24: Trump ist ja ein Symptom es nicht die Ursache der Probleme und wenn wir das nicht rasant in den Griff bekommen und zwar mit drastischen Maßnahmen dann wird unser Modell unsere Software eigentlich sehr schnell an die Ende kommen denn dann haben wir es vergeigt.
00:10:45: Jetzt haben Sie schon ein paar Aspekte angesprochen, aber da will ich jetzt mal vertiefen.
00:10:48: Was sind denn so ein paar strukturelle Probleme westlicher Staaten die jetzt angegangen werden müssten?
00:10:58: Eigentlich alles!
00:10:59: Wir fangen einmal an... also erst mal fange ich mal an mit Wirtschaftslenkung.
00:11:04: Ich habe freie Marktwirtschaft erwähnt und nicht meine Freiemarktwirtschaft.
00:11:08: Die Freiemarkswirtschaft ist sozial weil sie Reichtum-und Wohlstand bringt.
00:11:12: Sie ist nicht sozial, weil ich soziale Gerechtigkeit in den Wirtschaftskreislauf implementieren müsste.
00:11:20: Damit fangen wir also mal an.
00:11:21: Ich möchte und damit muss man immer sagen, man muss immer seine eigenen Ziele definieren um herauszufinden wie kann ich sie bekommen?
00:11:29: Also wie kann das Ziel erreichen?
00:11:30: mein Ziel ist zum Beispiel Wohlstand für möglichst viele Menschen.
00:11:34: soweit es geht dann müsste eine weitgehend freie Marktwirtschaft haben die marktwirtschaft unendlich reglementiert.
00:11:42: Also wir haben mittlerweile einen solchen Eierkopf auch in Unternehmen, was sie da ein Berichtspflicht hat und was Sie alles haben müssen.
00:11:51: es ist ja unglaublich heute noch ein Unternehmen hier zu eröffnen.
00:11:56: das ist Suizidat!
00:11:57: Und das ist einmal Deutschland selber.
00:11:59: Wir machen immer die Gold-Randlösung.
00:12:00: Es ist natürlich aber auch die EU.
00:12:02: jetzt Kompetenz zur der EU.
00:12:03: Die Wirtschaftspolitik ist ja weitgehend zur EU ausgelagert und so groß ich auch ein Freund von freie Handel bin weil ich für frei Wirtschaft bin, so wenig bringt die EU im Moment das noch was sie soll.
00:12:17: Die ist ja mittlerweile Teil des Problems und nicht der Lösung.
00:12:20: Das kommt aber alles durch eine Mentalität, die meint Durch eine mehr oder minder zentrale Steuerung kann ich es besser machen.
00:12:28: Es ist eine gewisse Form der Staatsgläubigkeit.
00:12:31: Jetzt kommen wir wieder zur Gläubigkeit Der Staat als Ersatz der Kirche.
00:12:37: Wenn ich meine, der Staat kann es besser.
00:12:38: Die Politik kann das besser!
00:12:41: Dann fange ich an ganz viel zu regeln und das funktioniert nicht.
00:12:45: Das ist jetzt auf der einen Seite des wirtschaftlichen.
00:12:49: Wenn ich sage, ich möchte den gesellschaftlichen Zusammenhalt wiederherstellen muss ich andere Wege gehen.
00:12:55: dann ist natürlich erstmal die Frage der Leute, die ich hier durchfütte.
00:12:59: wenn jemand hart arbeitet Und muss immer mehr zahlen, um Leute mitzubezahlen, die nicht arbeiten.
00:13:05: Das wird nicht gut gehen!
00:13:08: Geht rechnerisch nicht gut?
00:13:09: Das geht aber auch sozial nicht gut.
00:13:12: Also muss ich diesen Anteil rabiat runterbringen und jeder der kann, muss hiermit helfen.
00:13:19: Anders wird ein gesellschaftlicher Zusammenhalt kann und wird das Zusammenleben nicht vernünftig gestaltet werden können.
00:13:31: Egal private oder Unternehmen, die große Energiekrise.
00:13:35: Also wirklich eine selbstgemachte Energiekriese das muss weg.
00:13:38: Das heißt wir müssen zuverlässigen bezahlbaren Strom und auch sonstige Energie haben.
00:13:44: Wir müssen in irgendeiner Form das wieder hinbekommen, denn sonst geht es nur weiter bergab.
00:13:50: Das ist nicht nachhaltig.
00:13:51: Genau das was erreicht werden soll wird ja nicht erreicht, wir sind hier nicht nach haltig!
00:13:55: Das bedeutet wir müssen also eigentlich die gesamte Politik der letzten Jahre oder Jahrzehnte rückabwickeln oder aber auch nicht nur rück abwickeln sondern daraus lernen und etwas Besseres daraus machen.
00:14:07: zum Beispiel... das wäre jetzt ja auch mein Anliegen dass man die Politik nicht als missionarisches Instrument missbraucht und nicht seine eigene Auffassung von göttlicher Wahrheit, von irgendeiner Ideologie, die man als Toll findet, Sektenglaub anderen aufoktroiert.
00:14:27: Jetzt haben sie gesagt, man müsse den Anteil derjenigen, die Nicht-Arbeiten, die nicht in das System einzahlen, radikal runterbringen.
00:14:36: wie?
00:14:39: Das ist eine sehr interessante Frage!
00:14:42: Der entscheidende Punkt wäre für mich Das meine ich übrigens, was ich jetzt sage ehrlich.
00:14:48: Ich habe sehr lange eigentlich mein ganzes Leben lang auch bin ich ehrenamtlich tätig auf überhinderte Menschen und bei Corona beispielsweise war deren größte Angst dass die nicht mehr arbeiten gehen können.
00:15:01: das ist geschlossen wird wegen Masken und ich weiß nicht was der Gedanke dass ihr Tagesablauf nicht mehr so eingetütet ist eingetötet wird.
00:15:14: Der Horror, weil dieses Integration durch Arbeit das hat wirklich.
00:15:18: Das hat einen großen Wert.
00:15:19: so was gibt es auch für Langzeitarbeitslose wo sie integriert werden konnten wieder in den Arbeitsmarkt und ihr Leben dann auch wieder eine Struktur bekam.
00:15:27: ich glaube tatsächlich dass niemand der arbeiten kann und nicht arbeitet.
00:15:33: Dass dem geholfen wird dadurch dass man ihn zu Hause sitzen lässt das führt sehen Sie auch die Anzahl von Betreuungsfällen nimmt zu zu einer Desintegration, die nicht sinnvoll ist.
00:15:45: Soweit es also irgendwie möglich ist sollte jeder der arbeiten kann auch arbeiten und man soll mir jetzt bitte nicht sagen Es gibt dafür keinen Arbeitsmarkt.
00:15:54: Es gibt ganz viele Sachen die in Deutschland nicht gemacht werden wenn man sie nicht bezahlen kann.
00:15:59: Sei es Gartenarbeit sei es Schulen die nicht mehr ordentlich gesäubert werden.
00:16:04: da kann man durchaus noch Arbeitsplätze schaffen.
00:16:07: aber selbstverständlich muss man sonst auch wenn jemand arbeiten kann und es nur nicht will, das kann ja gerne machen aber nicht auf Kosten anderer.
00:16:16: Das würde dann übrigens auch der Anreize für diejenigen, die hier aus anderen Ländern gekommen sind weil auch unsere Sozialleistungen so hoch sind würde das auch wiederum dazu führen dass wir möglicherweise dort eine freiwillige Rückkehr haben denn wenn wir hier die Sozialeistung noch nicht mehr haben wird das wahrscheinlich auch zu einer ganz gravierenden Veränderung.
00:16:41: Das Anreizsystem ist sein, hier zu sein oder hier herzukommen.
00:16:46: Und das würde ich in der Tat möglichst strikt durchhalten.
00:16:49: Das Bundesverfassungsgericht hat ja gesagt man muss das Existenzminimum sicher und es gibt nur ein Existenzen Minimum.
00:16:58: Das hat Jahr zwölf dazu geführt dass die Zahlen auch Einreisen nach Deutschland sprunghaft stieg.
00:17:04: Das kann man wirklich nachweisen.
00:17:06: Man sieht das Bundesverpfasungsgerichts Urteil Stiegen die Zahlen rasant an.
00:17:11: Das war ja nicht erst im Jahr zwanzig fünfzehn, das war bereits vorher.
00:17:16: Wir können aber nicht unterscheiden wir dürfen es ja wohl auch nicht unterschreiben zwischen eigenen Leuten anderen die mal eingezahlt haben.
00:17:25: Aber wir müssen dann auf jeden Fall gucken, dass die Sozialleistungen insgesamt so sind, dass sie nur noch den zugute kommen oder in erster Linie den zugutekommen, die sich wirklich selber nicht helfen können weil sie krank behindert oder sonst etwas sind.
00:17:39: Nur da und das finde ich immer das lächerliche eigentlich genau da erlebe ich immer die Menschen wie ganz die Arbeit ganz wichtig finden um eine Struktur, einen Lebenssinn zu haben.
00:17:50: Und deswegen finde ich manche Debatten darüber... ...muss ich sagen vollkommen daneben.
00:17:56: Offensichtlich nie mit Behindern oder so was zu tun gehabt, dass die mal sagen, dass man die auch zu Hause lässt.
00:18:02: Sicherlich!
00:18:02: Da gibt es welche.
00:18:04: Aber gerade die möchten gerne arbeiten soweit das geht.
00:18:11: Vielleicht mal ganz kurz wegzugehen vom Menschenbehinderung?
00:18:13: Wie ist das denn...?
00:18:14: dann mit Menschen, die eine Facharbeiterausbildung haben oder vielleicht Hochqualifizier sind, Ingenieure, Ärzte und so weiter.
00:18:20: Aus welchen Gründen auch immer arbeitslos geworden sind?
00:18:23: Die dann sagen ich will jetzt aber nicht mit meiner Qualifikation die Straße fegen oder so wird denen dann die ganze ganze Sozialleistung alles weggekürzt.
00:18:34: Das ist ein sehr hypothetischer Fall.
00:18:36: wenn sie eine solche Ausbildung haben werden Sie sehr schnell wieder Arbeit finden.
00:18:40: das ist normalerweise nicht das Problem dass hoch Qualifizierte, deswegen auf der Straße stehen.
00:18:45: Aber es ist ganz grundsätzlich so.
00:18:47: zunächst haben sie arbeitslose Hilfe da haben Sie eingezahlt in die Versicherung und Sie haben auch noch Rücklagen und dann muss man jeder bei uns muss sehen wie er zu Porte kommt Und das ist eigentlich ein Grundsatz Der weltweit gilt.
00:19:00: ich habe das mal.
00:19:01: Ich glaube es werden du bei erlebt Wie mich Leute gefragt haben ob das wirklich so sei dass man für nichts um Geld bekommt.
00:19:09: also Das kann ja nicht sein.
00:19:11: Die haben das gehört, also es kann ja nicht wirklich sein.
00:19:14: Und wo?
00:19:15: ich dann sagte doch!
00:19:16: Das ist wohl so und die haben mich...die haben's wirklich nicht verstanden weil selbstverständlich ist die erste Pflicht eines Menschen sich selbst am Leben zu erhalten, sich selbst zu ernähren.
00:19:27: Warum soll ein anderer ihn ernähre?
00:19:30: Diese Hochqualifizierten von denen Sie sprechen in einer Zeit wo ich Arbeitskräftemangel habe sind gar nicht das Problem.
00:19:38: Das Problem sind vielleicht eher Leute, die sagen ich werde Arbeit bekommen aber ich verdiene nicht viel und für die... ...viertzig-achtzig Euro, die ich dann mehr verdiene warum soll ich dann arbeiten gehen?
00:19:52: Und das ist tatsächlich ein vernünftiges Argument!
00:19:58: Wie behebt man denn?
00:19:59: Weil das ist ja ein gängiger Punkt der kommt inwiefern lohnt sich arbeiten dann in so einem Punkt?
00:20:05: wie behebt man das also?
00:20:07: Da gibt es verschiedene Modelle, da müssen Sie wahrscheinlich in verschiedene Parteien gucken.
00:20:11: Ich höre jetzt immer viel von der negativen Einkommenssteuer.
00:20:14: das bedeutet ein gewisser Teil wird Ihnen quasi gut geschrieben so dass dieses Problem eigentlich nicht mehr kommt.
00:20:21: wir haben das wäre jetzt ein Thema was ihn Professor Kurz vom Kiel Institut für Weltwirtschaft ausführlich erklären könnte Wir haben immer eine Art auseinandergehende zwei Grafen die praktisch auseinander gehen, wenn sie so wollen.
00:20:36: Zwei Linien der eine Sie haben das Einkommen dass dann da ist und davon wird ja immer etwas weggenommen durch die Steuer Und jetzt zahlt der Arbeitgeber das Eine Der Arbeitnehmer bekommt aber das andere.
00:20:48: und je größer das Auseinander geht desto mehr ist das Delta dazwischen der Bereich wo sie möglichst eigentlich sich Arbeit für sie so nicht lohnt.
00:20:59: Auseinander geht das.
00:21:00: Dann haben Sie diesen Bereich, in dem sie wirklich sagen jetzt lohnt sich Arbeit nicht.
00:21:05: wenn ich das jetzt aber zusammenführe wird dieser Bereich deutlich kleiner.
00:21:09: er wird natürlich dann besonders klein Wenn meine Eltern haben das übrigens auch gehabt sondern den Krieg es gab keine Sozialhilfe für sie die mussten halt irgendetwas arbeiten.
00:21:20: und wenn ich halt irgend etwas arbeiten muss und dann auch integriert bin Und mich dann auch hocharbeiten kann weil ich im Arbeitsprozess drin bin dann habe ich, wenn ich da nichts bekomme in dem Prozentsatz.
00:21:33: Dann habe ich einfach so diesen Anreiz... Ich muss jetzt arbeiten weil sonst kann ich nicht leben!
00:21:37: Das ist eine ganz simple Sache.
00:21:38: und wenn man das wirklich nur auf das Elementare beschränkt, dann kann man damit durchaus einige Anreize setzen die es jetzt einfach nicht gibt.
00:21:48: denn jetzt kann ich mich ja durch aus hinsetzen und sagen Ich will nicht arbeiten oder auch ich komme hierher, auch mit meinen vier Frauen und siebzen Kindern.
00:21:58: Und der Deutsche darf dann für mich arbeiten?
00:22:01: Das klingt jetzt sehr nach AfD und das ist es überhaupt nicht!
00:22:05: Das ist nur einfach so.
00:22:06: der Punkt wenn ich meine Arbeitnehmer sehe in den Unternehmen und die arbeiten auf verdammt langen und verdammthart... ...und die haben auch Rücken und alles.
00:22:14: Wenn die mir dann sagen die sehen nicht ein dass sich abbuckeln dafür dass andere zu Hause sitzen Dann kann ich das verstehen.
00:22:24: und ich sage das jetzt mal hier, ich sag das immer wieder.
00:22:26: Ich habe einen Mandant der ist eine Gießerei Und es ist noch so ne altmotische Gießerei.
00:22:30: Da wird wirklich hart gearbeitet an einem Hochofen.
00:22:34: Das nicht witzig Es ist keine einfache Arbeit.
00:22:37: Wenn mir da irgendeinem jemand sagt Und das sagen sie mir dort auch sehr klar und deutlich Ich buckele mich doch hier nicht dafür ab dass anderen schönes Leben haben Das kann's nicht sein.
00:22:47: Entweder wir packen alle an oder Wir packen allen nicht mehr an aber So funktioniert es nicht.
00:22:53: Das halte ich für ein wirklich mehr als nachvollziehbares Argument, wenn man sieht was die Herren dort und das sind Herren, das sind alles Männer, dort leisten müssen und arbeiten
00:23:02: müssen.".
00:23:04: Ja, das ist ja letztlich auch eine Gerechtigkeitsfrage oder eine Frage des Empfindens.
00:23:10: Wenn man sieht, man selber ist vielleicht schon körperlich nicht mehr so ganz auf der Höhe und buckelt noch und andere Leute sind vielleicht jung gesund, machen sich aber dann vormittags schon einen schönen Lenz in so mancher Innenstadt.
00:23:25: Da kocht die Volksdehle vielleicht ein bisschen hoch.
00:23:28: Darum ist die Frage dieses Gerechtigkeitsempfinden, dieses Problem vielmehr dieses Gerechtigkeitsempfindens.
00:23:35: haben Sie das Gefühl dass wird von dem Politikerinnen und Politikern in Deutschland ausreichend bedacht?
00:23:41: Ich habe das Gefühl es wird gewisser Hinsicht instrumentalisiert, aber in falscher Hinsichte.
00:23:47: Das nennt sich dann hier soziale Gerechtigkeit und ich weiß nicht was.
00:23:51: Und da werden ja alle möglichen Sachen gemacht, weswegen wir unbedingt an irgendwas schuldig sind.
00:23:57: also ob es jetzt Klima ist weil wir Klimasünder sind oder ich weiß nichts und deswegen müssen wir das alles auf uns nehmen und buckeln.
00:24:04: Das kann man machen aber es führt nur dazu dass der Unmut immer mehr wächst und die Leute sich einfach auch schlecht behandelt fühlen und das auch nicht mehr mit Gerechtigkeiten über einen Bestimmen können.
00:24:17: Also die sagen einfach, ich will mein Leben leben!
00:24:19: Der Staat muss gewisse Dinge machen?
00:24:21: Das ist auch okay.
00:24:22: Klar der muss... Wir bräuchten Verteidigung.
00:24:26: also innere und äußere Sicherheit sind so Kernaufgaben des Staates und darum ist es nicht gut bestellt.
00:24:32: aber ich werde doch jetzt nicht noch irgendwas machen damit die innere Sicherheit schlechter wird und wenn das darauf hinweise oder ein Angehöriger von mir verletzt oder gestorben ist werde ich dann noch als Nazi beschimpft wenn ich das sage Andere kommen her, machen sich ein schönes Leben.
00:24:49: Haben eine zum Beispiel auch einen Fall ... wo ich ganz aktuell mit jemandem kürzlich gesprochen habe weil der in der Nachbarschaft jemanden wohn hat.
00:24:57: Der hat nämlich drei Ehefrauen und so und so viele Kinder.
00:25:00: Und das heißt bei mir ist es verboten wenn ich das machen würde.
00:25:03: Da komme ich von Strafrichter aber ich muss dafür arbeiten damit wir den durchfüttern.
00:25:07: sind die noch normal?
00:25:09: Ja natürlich kommt das dann zu Unfrieden und wenn die Politik das nicht adressiert Dann wird es immer extremer und radikaler.
00:25:17: Das ist vollkommen klar!
00:25:18: Die einzige Politik, die das adressiert, ist die, die sagt, dass ist gut und richtig so – und das müssen wir.
00:25:23: Und das ist nicht rational.
00:25:25: Und vor allen Dingen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt tödlich.
00:25:29: Sie haben gesagt, die EU ist Teil des Problems, haben den Zentralismus angesprochen... Wie sähe denn eine Lösung aus?
00:25:38: Ja, das ist eine sehr, sehr gute Frage.
00:25:40: Wenn ich an der Lösung parat hätte wäre ich wahrscheinlich Bundeskanzler.
00:25:44: Auf jeden Fall sie hat… Aus meiner Sicht jedenfalls.
00:25:47: Das ist eine persönliche Einschätzung, nicht eine allgemeingültige Wahrheit.
00:25:51: Gut angefangen unter dem Aspekt das es eine europäische Wirtschaftsgemeinschaft war.
00:25:55: Das heißt wir haben eine interne Freihandelszone.
00:25:59: für Freihandel bin ich generell.
00:26:02: Ich halte auch viel davon wenn wir gewisse Dinge standardisieren und sagen was weiß ich stecker oder dass das Telefonnetz freigegeben ist weil das das einfacher macht in dem Moment wo die EU anfängt.
00:26:16: Sie war vielleicht schon in dem Gründungsmythos mit dem EU-Parlament und der EU-Kommission ein bisschen schwierig.
00:26:22: Der Binnenmarkt wird hochgehypt, und ich bin bei dem schon ein bisschen skeptisch.
00:26:26: Dasselbe hätte man nämlich auch als reine Freihandelszone machen können.
00:26:29: In dem Moment wo sage ich habe einen Binnenmarkt und keine Freihandelzone brauche ich Parlament dann brauche die Kommission, da brauche Ich den EU Rat, wo die ganzen Vertreter dann zusammenkommen und dann fängt es an wieder politisch zu werden.
00:26:44: Meines Erachtens immer der Anfang vom Ende.
00:26:48: Wenn ich jetzt mir aber überlege, dass wir um vielleicht europäisch auf wirtschaftlicher Ebene zusammenarbeiten, aber den Anspruch wieder beleben, dass die meisten Sachen eigentlich in die Eigenverantwortung der Nationalstaat fallen?
00:27:05: Wir haben das Subsidiaritätsprinzip theoretisch in der EU gehabt Dann wären wir schon einen sehr großen Schritt weiter und dass wir wiederum die EU entmachten bis auf wirklich diese Sachen, die eigentlich auch eine Freihandelszone lösen könnte.
00:27:22: Der Vertrag von Lissabon, ich glaube war der im Bereich, hat meines Erachtens sehr viel Unheil gebracht.
00:27:32: Da wurde die ganze Sache politisch als zum politischen Zentralstaat hin mehr gemacht.
00:27:37: Das wurden ja.
00:27:38: damals sollte die EU eine Ever-Closer Union werden und dann haben in einigen Staaten die Völker doch dagegen gestimmt.
00:27:46: Und dann hat man hinten herum über diesen Vertrag von Lissabon das letztendlich auch so gebracht, dass wir sehr viele Kompetenzen in der EU verlagert haben ohne übrigens diese hier wegzunehmen.
00:28:03: Ich sage ja immer warum haben wir eigentlich nicht den Bundestag verkleinert?
00:28:06: unterschiedliche nach Rechnung um sechzig bis achtzig Prozent unserer Gesetzgebung kommt von der EU.
00:28:12: Wenn ich in einem Unternehmen sechszig bis achtzig Prozent der Arbeit wegnehmen würde, dann würde die Abteilung drastisch verkleinert.
00:28:21: aber der Bundestag ist gewachsen.
00:28:24: das gibt gar keinen Sinn.
00:28:25: warum sitzen die denn da eigentlich noch die ganze Zeit?
00:28:27: und dann kommt als Folge weil sie sonst nichts Besseres zu tun haben kommen die auf dumme Gedanken.
00:28:32: Das ist nicht sinnvoll.
00:28:35: wirklich dass es menschlich normal Aber das ist nicht sinnvoll.
00:28:39: Also mein Vorschlag wäre jetzt wirklich bis auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit drastisch runter machen und in anderen Bereichen hat der EU auch wenig zu sagen, und dann würde ich es tatsächlich ein bisschen so machen.
00:28:52: Ich glaube Marine Le Pen hat das mal angebracht und auch egal wie man zu ihr steht.
00:28:58: aber neben dem Vorschlag dieses EU-Allerkart fand ich oft gar nichts schlecht.
00:29:02: wenn Länder gerne in gewissen Bereichen nämlich zusammenarbeiten wollen mehr zusammenarbeiten wollen.
00:29:08: Kann die EU dafür ja einen gewissen Rahmen machen und bieten?
00:29:11: Und dann können sie auch mehr zusammen arbeiten, aber wenn es eine freiheitliche Institution ist sollte auch die Freiheit etwas zu machen oder auch zu lassen deutlich ausgeprägter sein als es im Moment bei dieser EU überhaupt der Fall ist und sein
00:29:29: kann.".
00:29:35: Einfacher Form.
00:29:36: Wenn sich was ändern müsste, was die EU anbelangt?
00:29:39: Was würden sie denn behalten und was könnte weg?
00:29:49: Außenhandel würde ich behalten.
00:29:53: dann würde ich sehen dass man solche Sachen wie Fischereirecht oder sowas das kann man innerhalb der EU sicherlich besser machen.
00:30:01: Weg müsste.
00:30:02: der gesamte politische Teil also außenpolitik unähnliches ist eines doppelt Strukturen und auch diese gesamten Bereiche, wenn ich jetzt die EU-Kommission durchgehe.
00:30:16: Da sind Digitalisierung dieses und jenes alle möglichen Sachen und Kommissionsmitglieder, die dafür zuständig sind.
00:30:24: das würde ich tatsächlich eigentlich alles demontieren bis auf diesen Bereich in dem zum Beispiel auch für was die Autoindustrie so hat mit Energie, diese ganze Taxionomie was es da gibt.
00:30:40: Das würde ich alles weg machen sondern wirklich nur noch diesen rein Freihandelsaspekt in den Mittelpunkt stellen und also umgekehrt.
00:30:50: nicht etwas kann weg, sondern es würde nur noch für mich bleiben dieser Freihandelaspekt Außenhandel ist es dann Fischereirechte innerhalb der EU Gewässer.
00:31:00: Ansonsten könnte man noch überlegen, ob es einen Koordinierungsrat gibt über die Verteidigung.
00:31:06: Das mag man auch überlegen aber ansonsten würde ich die gesamten politischen Sachen und dazu gehört eben auch diese Taxonomie, die wir haben.
00:31:15: Ich glaube das wissen die meisten oft gar nicht was das für die EU bedeutet.
00:31:19: Das heißt dass auch die ganzen Unternehmen nach Vorgaben EU-Vorgaben das machen müssen, sind sie grün.
00:31:27: Sind Sie nachhaltig?
00:31:28: Wie viele Frauen haben Sie?
00:31:29: Was weiß ich nicht.
00:31:30: und wie viel Nichtfrauen also wie Frauen Männer und Diverse haben Sie?
00:31:34: und Ich weiss nicht was alles.
00:31:35: Alles das würde ich zum Beispiel wegmachen weil ich meine nicht dass wir das in irgendeiner Form brauchen.
00:31:40: oder wenn soll jedes Land das für sich entscheiden?
00:31:43: Also ich höre raus dass wer im Prinzip eigentlich nur noch eine Wirtschaftsunion und die Politik, sämtliche Teile würden wieder in die Länder zurückgehen.
00:31:52: Wie schafft man es denn da sich gemeinsam zu organisieren gerade jetzt wo wir im Mächtekonzert mitspielen will zum Beispiel den großen Block USA Russland China?
00:32:04: Wie wollen das dann einzelne Länder wie Dänemark Deutschland Italien Spanien schaffen?
00:32:15: Die Frage ist glaube ich genau falsch rumgestellt wenn Sie jetzt mal schauen also EU wurde zum politischen Monstrum.
00:32:21: Sie stellen eine wirtschaftliche Frage oder eine politische?
00:32:24: Das ist jetzt hier so ein bisschen die Frage.
00:32:27: Deutschland war wirtschaftlich auch sehr stark, auch bevor die EU einen politischer Union wurde.
00:32:34: Solange wir jetzt sehen wenn sie sich mal die Daten angucken mit der politischen Union wurden die Wirtschaftsdaten immer schlechter das heißt die Schere ging immer weiter auseinander und politisch spielt die EU gar keine Rolle mehr Und deswegen weiß ich jetzt nicht ganz genau, was es dazu verlieren gibt.
00:32:53: Vielleicht gäbe es aber etwas zu gewinnen, denn das ist das, was ich ja sagte.
00:32:58: Es spricht nichts dagegen, dass Staaten miteinander arbeiten.
00:33:01: Deswegen sagte auch so Allerkacht.
00:33:04: Die können sich gerne in gewissen Bereichen zusammen tun.
00:33:07: Aber ich brauche dafür keine EU.
00:33:10: Was ich bräuchte wären starke Staaten.
00:33:14: Nur wenn ich starke Staaten habe, kann ich in einem Zusammenschluss auch stark sein.
00:33:18: Zwei Schwache machen keinen starken.
00:33:21: Also der Blinde und der Lame werden nicht sehend.
00:33:24: Aber genau das habe ich ja durch diese Verzahnung innerhalb der EU eigentlich immer weniger gehabt.
00:33:34: Jeder hat sich auf den anderen verlassen... Das hat man übrigens beim Brexit gesehen.
00:33:41: im UK war es ja immer so Wenn wir das Geld erst haben, werden wir toll und es konnte man auf die EU schieben.
00:33:46: Jetzt sehen Sie selber – es wird bei denen auch nicht besser!
00:33:49: Auf der anderen Seite können sie einige Dinge selbstständig machen, die sie sonst nicht machen könnten.
00:33:54: Denn wir haben jetzt ja das Problem, dass wir entweder in vielen Dingen einstimmig sein müssen.
00:34:01: Da kommen wir gar nicht weiter mit der EU.
00:34:02: Und wenn wir das wegmachen?
00:34:04: Dann haben wir das Problem… Dass wieder die einen zahlen oder die anderen bestimmen.
00:34:07: Das gibt nur Unheil.
00:34:09: Das heißt, wir kommen jetzt nicht weiter und die EU spielt international Null Rolle.
00:34:14: In dem Moment wo sie sagte Wir wollen zwischen diesem Block sein, wir wollen zwischen China und den USA die dritte große Kraft werden das war ja eine der treibenden Kräfte weswegen die EU so Weltmacht bewerben wollte.
00:34:27: in dem Moment ging es mit ihr wirklich rapide Berg ab.
00:34:32: Wir sind rechtlich betrachtet?
00:34:36: Wir sind kein Bundesstaat, wir sind ein Staatenbund.
00:34:39: Das gibt es eigentlich.
00:34:41: Nein, wir sind kein Staatenbund!
00:34:42: Wir sind ein Staatenverbund – jetzt muss ich mich korrigieren.
00:34:46: Ein Staatenverbund gibt das eigentlich gar nicht.
00:34:49: Wir sind nicht Fisch und nicht Fleisch.
00:34:51: Wenn wir einen Bundesstaat werden wollten was ja viele wollen, was ja eigentlich der Sinn auch war auf Daruf hin sollte gearbeitet werden dann wird es außerordentlich schwierig weil wir zu unterschiedlich sind von der Wirtschaftskraft, von den Kulturen her.
00:35:06: Wir hätten Reibungsverluste ohne Ende, die wir jetzt ja schon haben.
00:35:11: Wenn wir dann aber nur ein Staatenverbund sind, dann sollte man sich auf das Wesentliche beschränken, weil auch das gibt Reibung Verluste.
00:35:20: Dann sollte man über meine Sachen auf das Beschränken was einen Mehrwert bietet und Freihandel und freier Markt insgesamt ist ein Mehrwert.
00:35:30: damit floriert – auch die Wirtschaft!
00:35:33: Aber dann kann jede Regierung wieder für das eigene Land das machen was hier am besten ist.
00:35:39: Also nochmal, wenn ich zum Beispiel ein Stück Kosten sehe... Die sind in den Ländern der EU vollkommen unterschiedlich und ich kann bei manchen Dingen auch zum Beispiel gegensteuern mit irgendwelchen Maßnahmen die ich jetzt aber wiederum nicht machen kann weil dann sagt EU nein!
00:35:56: Und wenn ich zb die Wettbewerbsfähigkeit in der EU dann nicht mehr so richtig hinkriege Dann entwickeln sich die Länder immer weiter auseinander, was übrigens innerhalb der EU passiert ist.
00:36:07: Es ist nicht mehr Konvergenz sondern mehr Divergent bei den Ländern passiert.
00:36:13: Diesen haben sich oft mehr auseinander entwickelt, was ich nicht für gut halte weil sie weniger Instrumente haben um intern dagegen zu wirken.
00:36:21: das fände ich unklug finde ich nach wie vor unkluck.
00:36:24: also muss man hier wirklich gucken was kann ich machen dass mit die einzelnen Länder innerhalb der EU möglichst stark werden.
00:36:31: Aber ich brauche ganz gegenseitig keine Tagsuner.
00:36:34: Ich brauche auch kein, was jetzt wieder kommt mit Bildungspolitik.
00:36:37: wenn sie mal lesen Vertrag von Lissabon da steht ja wir sind die führende Nation mit Wissenschaft Technik Bildung Wir werden.
00:36:44: das tollste dass mehr nichts davon wurde war und Das bringt einfach auch nichts weil man regional einfach schauen muss.
00:36:51: wie kann nicht am besten darauf reagieren?
00:36:55: Und nochmal Wenn Staat miteinander zusammenarbeiten wollen, auch in institutionellem Rahmen sollen sie das tun.
00:37:04: Aber dieser Rahmen der EU ist zu stark, zu mächtig und zu eng, zu unflexibel.
00:37:11: Er hat uns nur ins Absatz gebracht.
00:37:13: also deswegen wer die EU retten will muss sie deutlich flexibler machen und muss das was zwingend für alle ist auf einen wirklich funktionalen Nenner bringen der auch nicht so viele Reibungsverluste hat.
00:37:29: Dann lassen Sie es mich mal so rum versuchen, wenn die EU kein politischer Verbund mehr wäre und ein Player von außen kommt ein großer.
00:37:40: Sei es die USA seine China mit Eigeninteressen hätte er es dann nicht deutlich einfacher ein Land gegen ein anderes auszuspielen im Sinne seiner Interessen?
00:37:52: oder aber wird sich eigentlich gar nicht viel ändern weil sie sich momentan eh teilweise nicht ausstehen können?
00:37:58: Ja, so das passiert tatsächlich andauernd.
00:37:59: Das ist jetzt überhaupt keine Erinnerung.
00:38:02: Das wird macht nur die EU immer fragiler.
00:38:05: natürlich dass haben sie ständig.
00:38:08: ich komme jetzt irgendwie auf Frankreich.
00:38:11: Ich weiß gar nicht wie ich jetzt auf den das kommt.
00:38:14: wir haben innerhalb der EU nur ganz wenige noch halbwegs vernünftige Volkswirtschaften, wenn sie es jetzt wirtschaftlich betrachten.
00:38:22: Und die stehen auch jetzt in einem gewissen Konkurrenzverhältnis, was sie aber nicht vernünftig ausleben können oder es hintenrum machen und der eine fühlt sich dann immer von dem anderen bevormundet, was auch nur Unheim bringt.
00:38:35: also ich sehe nicht wo da das Problem ist denn wir sind immer noch keine politischen.
00:38:43: Wir sind keine politische Einheit, das denken immer viele.
00:38:47: Die EU ist ein Nichts, wenn Frau von der Leyen kommt.
00:38:52: Man kann sie mit nach vorne setzen, aber auch wie Trump es ja gemacht hat.
00:38:55: Am Ende der Gala-Szene ist eine ganze Reihe da saß die ganze Zeit hin.
00:39:00: Weil sie kein Startschirm ist!
00:39:02: Sie isst nichts!
00:39:04: Wir haben etwas geschaffen was es nicht mal gibt... Und das führt zu nichts.
00:39:10: Also auch rechtlich, was ist ein Staatenverbund?
00:39:13: Wir wissen es nicht – keiner weiß es!
00:39:15: Insofern kann man überlegen ich bin da nicht für weil ich es für Nichtpraktikabel halte und für Nicht-EU oder nicht gut für Europa.
00:39:25: wenn man einen Bundesstaat daraus macht Dann wären wir eine politische Einheit.
00:39:29: dann kann man das vertreten.
00:39:31: Oder man sagt wir versuchen wie andere auch eine Art Freihandelszone die noch Ein Tick mehr hat, noch enger zusammenarbeitet.
00:39:41: Das kann man auch machen!
00:39:43: Aber man muss sich für irgendetwas entscheiden und wenn ich jetzt etwas habe was alle Nachteile vereint aber keinen Vorteil bringt dann weiß ich überhaupt nicht was das bringen soll wobei dass mit dem ausspielen das haben wir hier selbst innerhalb von Deutschland sagen wir es mal so Wo sind Autobahnen viel gebaut?
00:40:02: Welche Politiker hatten da Macht?
00:40:05: Das wird man nie ganz ausschließen können, aber ich glaube das ist fast jetzt noch ein größeres Problem als es dann ein Problem werden könnte.
00:40:14: Sie haben gesagt die... Man müsste die einzelnen Länder dieser, nennen wir's mal Wirtschaftsunion stärken.
00:40:21: Jetzt ist es so dass nicht alle Länder in der EU immer gleich stark waren.
00:40:27: gerade wenn man sich mal Italien zum Beispiel anschaut das war jetzt nie so eine Lokomotive wie es zum Beispiel Deutschland isst Wie kriegt man solche Länder also gezielt gestärkt?
00:40:37: wie Italien sich stärkt, müsste dann Italien herausfinden.
00:40:40: Wir haben glaube ich reichlich zu tun uns zu stärken denn wir waren mal stark.
00:40:46: und ob wir das jemals wieder werden können?
00:40:51: Ich weiß es nicht!
00:40:52: Ich sehe es im Moment tatsächlich nicht in.
00:40:54: die Industrien der Zukunft brauchen alle viel Energie.
00:40:58: Energie haben wir nicht.
00:41:00: Das bedeutet diese doch sehr... ja wie soll ich sagen Diese Gedanken vom Hohen Ross, wie können wir andere stärken?
00:41:13: Was kann man da machen?
00:41:16: Sind glaube ich hinter den Zug gesprungen.
00:41:19: Die haben es glaube ich viele auch heute noch nicht kapiert das Deutschland im Moment wirklich also sowas von auf der Rutsche nach unten ist und mittlerweile wird die immer steiler ist nicht mehr die Frage, wie wir andere stärken können.
00:41:34: Wir sollten jetzt erstmal sehen dass wir selber stark werden und jedes Land das stark ist es für den europäischen Kontinent gut und zwar jeder auf seine Art.
00:41:44: Das ist ja das herrliche am Europa!
00:41:46: Wir sind ja ein kontinente Vielfalt.
00:41:51: Gucken wir mal aus politische Spitzenpersonal In ihrem Buch.
00:41:56: da schreiben sie über darüber politischen Führungsämter gar keine Qualifikation mehr benötigt würden.
00:42:05: Und sie schreiben da, es ist eine logische Folge dieses Umstandes das gerade diejenigen, die sonst keine oder geringe Chancen auf dem Qualitäts- und qualifikationsbasierten Arbeitsmarkt haben, politische Karrieren anstreben, einer solche negativ auslesen führt logisch zwingend zu einem kulturellen Abstieg.
00:42:24: Woauf der Leiter nach unten sind wir denn grade Frau Heinesch?
00:42:29: Ich denke mir nach unten geht es immer noch weiter, aber wir sind schon relativ weit nach unten gekommen und ich glaube dass diese Erkenntnis das die Parteistrukturen und auch die dadurch bedingte Auswahl des Politpersonals vielleicht nicht so zielführend ist.
00:42:47: Diese Erkennung ist doch jetzt nicht mehr neu.
00:42:49: also da bin durchaus im Mainstream mittlerweile angekommen.
00:42:54: Das Buch kommt ja nur schon von letztem Jahr, also als ich es damals auch ursprünglich verfasste war das vielleicht noch mal kontroverser.
00:43:02: aber ich glaube dass wir da heutzutage durch aus einer Meinung sind.
00:43:05: prinzipiell sieht ja auch das Grundgesetz für öffentliche Ämter jedenfalls in der Beamtenschaft wenn es nicht politische Beamte sind den meritokratischen Ansatz vor.
00:43:15: das heißt Eignungfähigkeit Leistungen das muss man sonst Überall auch haben.
00:43:23: Ich brauche für die Kettensäge ein Kettenseegeschein, aber wenn ich Verteidigungsministerin werden würde oder wollte das könnte ich obwohl ich nie gedient habe.
00:43:37: Also ich wüsste jetzt wie meine Waffe heimwegs bedient, aber ich brauch weiter keinerlei Qualifikationen keine Kenntnisse kein Insight und ich muss zugeben dass Meistens die Ränge auch gar nicht erkenne gut.
00:43:50: Die sind ja oft hier oben, dann kann ich sie nicht mal sehen.
00:43:52: aber Ich fand das immer sehr erschreckend wie man heute an politische Ämter kommt und ich glaube dass das tatsächlich ein großes Problem ist ein Robert Habeck der Wirtschaftsminister ist.
00:44:05: Ich würde da schon ganz gerne jemanden haben der bisschen was von Volkswirtschaft versteht.
00:44:09: Es ist natürlich ein charmanter Eindruck von mir Dass man dann vielleicht ein bisschen bessere Volkswirtschaft hätte.
00:44:15: Ich weiß es nicht, aber jedenfalls dass man Leute die in Führungsämter kommen das dir ein bisschen was können und können sollten.
00:44:25: Frage ist warst natürlich noch eine andere Frage Aber ich glaube dann wären wir auf jeden Fall weiter.
00:44:31: wenn ich da nochmal einen Haken darf Das habe ich auch als Kind so in meiner Erinnerung In Memoria Arthur Coyle mein Onkel in England der sagte dass Deutschland Würde Berg abgehen, hat er damals meinem Vater gesagt.
00:44:47: Wenn genauso die studierten Leute hoch kämen wie in England?
00:44:50: Er hatte es mit diesen Oxbridge Leuten, die dann alle meinten sie hätten die weiß hatten Löffeln gefressen Während Deutschland ist hoch gebracht worden von Menschen, die waren im Krieg Die mussten eine Ausbildung machen.
00:45:03: Mein Vater auch da war dann auch an der Führungsposition und Ja er sagt das sind Praktiker die haben praktische Lebenserfahrung die wissen wie es geht mussten sich auch hoch dienen.
00:45:16: Und haben einen ganz anderen ein ganz anderes standing war sein wort während wir umgekehrt in englern haben.
00:45:22: immer die leute die kommen von der universität fühlen sich extrem schlau und wissen eigentlich nichts und lassen sich aber nicht sagen, und er hat prognostiziert dass mit deutschland bergab geht wenn wir dieselben Uni-Abgänger nur an führenden Stellen haben oder die so irgendwelche Abschlüsse haben, ohne diese Lebenserfahrung und ohne ein bisschen gestandener Mensch zu sein.
00:45:47: Und ich habe genau das auch erlebt – genau das haben wir jetzt ja!
00:45:52: Da meine ich, dass wir Menschen mit Qualifikationen für die Enterdisi haben, wo man Qualifikationsbrauchen kann... Wirtschaftsfinanzminister, Verteidigungsministers fällt einem ad hoc ein.
00:46:08: Aber auch beim Innenministerium würden mir einige Qualifikationen einfallen, die den eher bewegen wurden und dann natürlich auch eine gewisse karakterliche Qualification, die nicht unbedingt die auszeichnet, Doppeln wir mal bei dem Partei-Karriere an.
00:46:27: Also man hat ja so als Außenstehender öfter mal den Eindruck, es zählt eigentlich weniger die Kompetenz oder dass man im Leben steht und das man Berufserfahrung hat Sondern mehr, dass man eine richtig gute Fähigkeit hat zu Netzwerken, sich Strukturen aufzubauen und so dann pö-a-pö einfach nach oben kommt bis man in irgendwelchen Posten landet.
00:46:49: Die Frage ist also Frau Heinisch wie schafft man es denn wieder mehr qualifiziertes Personal anstatt dieser Netzwerkbauer sozusagen?
00:47:01: Das ist jetzt eine Aufgabe.
00:47:04: Da fühle ich mich nicht ganz gewachsen.
00:47:06: Ich glaube, deswegen hatte ich auch mal mit Team Freiheit schon mehrere Interviews gehabt.
00:47:10: Ich habe jetzt gerade neulich selber ein Interview ja gehabt mit Professor Drühgerler.
00:47:14: der ist der stellvertretende Bundesvorsitzender glaube ich von Team Freiheit.
00:47:18: Die haben hier dieses sehr interessante Konzept das man Partei und Amt trennt Das heißt sie machen es wie bei jedem Unternehmen.
00:47:28: die Partei ist praktisch dafür da sich gescheite Leute auszugucken.
00:47:31: Die dürfen aber nicht in der Partei sein Die dürfen es nicht einmal.
00:47:36: Damit genau das weg bleibt, also auf der einen Seite wenn ich in eine Partei gehen würde... Ich muss jetzt hinzufügen, ich bin in keiner Partei und will auch in keine Partei.
00:47:44: Ich will auch keine politische Karriere machen.
00:47:46: Ich habe meinen Job!
00:47:49: Aber wenn dann würde es mich total ärgern, wenn ich da zur Parteiveranstaltung müsste?
00:47:55: Ich hätte auch keine Lust zu Netzwerken oder all so ein Mist.
00:47:59: Das wäre nicht mein Ding.
00:48:01: Das heißt, ich habe von vornherein Leute ausgeschlossen.
00:48:06: Aus der Politik, die ein, sagen wir mal so erfülltes Leben haben, die das nicht brauchen weil sie eh schon was sind und die brauchen da nichts mehr.
00:48:17: Sagen wir es mal so.
00:48:19: Sonst tut man sich das ja eigentlich gar nicht an.
00:48:23: Kein vernünftiger Mensch tut sich das freiwillig an hinter einer Partei zu gehen!
00:48:28: Und dann muss man hier eine Veranstaltung und den... dann irgendwelche Machiavellischen, irgendwelchen Netzwerke machen.
00:48:37: Das zieht von vornherein ein fähiges Personal nicht an.
00:48:42: Insofern kann ich diese Gedanken nachvollziehen und ich finde diesen Ansatz sehr interessant.
00:48:48: Ich weiß nicht ob der sich bewährt?
00:48:49: Keine Ahnung!
00:48:50: Ich kann den jetzt hier nochmal vorstellen.
00:48:51: Ich finde das einen ganz interessanten Ansatz dass man sich dann einfach die Leute ausguckt und denen auch sagt, gut um Parteikramm müsst ihr euch gar nicht kümmern.
00:48:59: Wir möchten einfach Leute, die fähig sind und zwar brauchen wir für den Gesundheitsbereich irgendjemanden oder für den Sozialbereich.
00:49:06: Wir gucken einfach mal und dann müssen sie auch irgendwie zusammenarbeiten können.
00:49:09: das finde ich ein interessanten Ansatz.
00:49:12: Ich möchte darüber hinaus auch noch sagen, habe ich gerade heute auch eine Unterhaltung drüber geführt.
00:49:22: dass sehr intelligente Leute oft auch politisch trotz allem sehr unintelligent sind oder umgekehrt hochintelligente Ärzte, Professoren die keine Geldanlage machen können.
00:49:35: Andere Leute die von irgendwas keine Ahnung haben.
00:49:38: also nur weil man intelligent ist und in einem Beruf auch sehr erfolgreich ist heißt es nicht das ich Politik gut kann oder alles gut kann.
00:49:50: Ich kann es auch nicht, also ich schließe mich da vollständig ein.
00:49:55: Ich weiß aber dass man heutzutage auch durch die Methoden der Technik vieles vorher abschicken kann oder auch üben kann.
00:50:03: Ich denke an den Bereich der Simulation.
00:50:06: Ich weiss das ist im Katastrophenschutz so ist und sie üben auch richtig im Simulator Soweit ich weiß, die Bundeswehr macht das auch.
00:50:17: Das ist nicht die reale Welt.
00:50:18: Das will ich jetzt auch nicht vergleichen.
00:50:21: Aber ich kann dort schon einmal sehen wer vielleicht in einem komplexen System in Unsicherheit und Ungewissheit halbwegs rational vernünftige Risikoabwägung machen kann.
00:50:35: also der Umgang mit Risiken, mit Gefahren, mit Ungewissenheit – und das ist ja Politik!
00:50:40: Keiner weiß was das morgen bringt Der aber dann zeigt, dass er es halbwegs kann.
00:50:47: Es gibt ja so zum Beispiel das Buch Logik des Miss Lings von Dörner.
00:50:52: der hat damit ja quasi Versuche gemacht.
00:50:55: Das war nur in einer kleinen Reihe und dann hat er Leute Dorf regieren lassen oder auch Tarnarland Und dort zeigte sich auch schon sehr deutlich, dass die einen das besser hinbekommen als die anderen.
00:51:07: Ich habe mir schon oft überlegt, dass es vielleicht ganz schlau wäre.
00:51:11: Einfach mal zu schauen die Fähigkeiten von Menschen sind unterschiedlich.
00:51:14: Der eine kann das besser der andere keine schlechter.
00:51:17: Zu schauen kann jemand das?
00:51:19: Kann er's nicht.
00:51:20: und wenn ich da Potenzial sehe dann kann ich jetzt da ja auch noch üben!
00:51:23: Das ist immer noch nicht das reale Leben.
00:51:25: aber ich könnte vielleicht schon mal herausfinden wer denn so komplexe Situationen besser beherrscht.
00:51:31: Denn das ist ja das Problem was sie auch mit der EU sagen wir haben ja immer schwierige Sachen obendrauf gemacht, wer ein Unternehmen schon mal gelenkt hat.
00:51:41: Ich habe das tatsächlich schon gemacht!
00:51:44: Dann weiß man je mehr Sachen ich irgendwie regeln muss desto schwieriger wird es.
00:51:51: und wir haben so viel gemacht Wir sind für alle Lebensbereiche zuständig und dann verschieden zu lernen immer größer und immer mehr bis das so groß ist dass kein wirklich niemand was mehr irgendwie vernünftig lenken kann.
00:52:05: Und wer das vielleicht mal sieht und erlebt, würde vielleicht auch mal ein bisschen demütiger werden.
00:52:10: Und mal kleinere Brötchen backen.
00:52:12: Und dann sagen wir, gut, wir regeln das mal runter... ...und sehen zu dass die Basics also der wesentliche Punkt was wir brauchen, dass wir denen in Ordnung bekommen.
00:52:22: Wenn wir das haben und im Griff haben, dann bauen wir darauf auf und machen den nächsten Schritt.
00:52:28: So habe ich immer das Gefühl, dass man immer merkt, oh Gott da geht etwas schief!
00:52:32: da irgendetwas.
00:52:35: und dann gibt es die nächsten Probleme, aber das kümmert mich ja nicht.
00:52:38: Das sind denn ... Die Nachmier kommen und ich bin schon nicht mehr in Amt und Würden.
00:52:43: Dann interessiert es mich nicht!
00:52:46: Aber das wäre einfach mal so Überlegung wie man es machen könnte dass man versucht herauszufinden wer ist überhaupt geeignet für diese spezielle Art von Arbeit?
00:52:59: Denn es kann auch nicht jeder Opernsänger werden.
00:53:01: Da guckt man ja auch hat der die Stimme dafür?
00:53:04: Also das wäre mal eine Überlegung.
00:53:06: Ich bin aber für jede Anregung dankbar, ich habe da auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen.
00:53:12: Dieses...ich nenne es jetzt mal Checking von Fähigkeiten.
00:53:15: Wäre das vielleicht was man schon möglichst früh machen sollte zum Beispiel in der Schule umzuschauen?
00:53:20: Wer hat wo Stärken drin?
00:53:22: Was könnte man schon frühzeitig fördern?
00:53:26: Man sollte Kindern zumindest möglichst viele verschiedene Anregungen geben, was ja in der Schule auch nicht ist denn die Schule baut hier auf eine gewisse Art von Lernen auch nicht auf praktisches Lernen.
00:53:38: Also ich weiß zum Beispiel meine Söhne haben häufig einfach durch Praktisches Lern mehr erfahren, die mussten was auseinander bauen und selber wieder zusammenbauen und dann konnten sie es auch und dann haben sie auch einen akademischen Abschluss.
00:53:49: aber Sie haben's halt nicht durch Bücher gelernt Und Bücher lernen ist das was die Schule macht.
00:53:54: wenn man also in der Wenn man verschiedenste Anregungen gibt und Kindern verschiedenes machen lässt da könnte sich das viel eher heraus kristallisieren als wenn ich sie in einer sehr Reizarmumgebung, wenn ich das so sehe.
00:54:09: Vielleicht reizt eine Schule und Lehrer und Mitschüler auf eine gewisse Weise durchaus aber ich meine halt verschiedene Anregungen und Wege an Informationen zu kommen oder sich auch auszuprobieren.
00:54:23: Das könnte sicherlich eine gute Sache sein.
00:54:27: Und man kann es heute so wunderbar durch Computerspiele.
00:54:31: Es gibt ja auch Real für ihr Live-Games oder wie sie immer heißen.
00:54:35: Ich weiß es nicht, da kann man glaube ich schon eine ganze Menge mehr machen als man heute auch nur ansatzweise versucht.
00:54:42: Ich habe das Eingangs schon gesagt.
00:54:43: Sie vergleichen Staaten unter anderem mit einem Garten.
00:54:48: ja im Prinzip ist es ein PC also Software und Hardware und auch mit einer Versicherung.
00:54:54: vielleicht fangen wir mal mit dem ersten an.
00:54:56: warum ist ein Staat wie einen Garten Frau Heinesch?
00:54:59: Entstaat ist vielleicht nicht unbedingt wie ein Garten.
00:55:01: Wir kamen nur bei der Gartenarbeit so der Gedanke, dass viele den Staat zu betrachten, wie ich eins den Garten als Städterin kam und gar keine Probleme damit sah einen Garten anzulegen als wir ihn hatten Und die schönsten Hochglanzmagazine gelesen habe und die schönste Vorstellungen und leider keine Ahnung hatte dass das sehr viel kritischer ist und gar nicht so einfach zu machen ist, also es ist Bodenverhältnisse, Lichtverhältnisse.
00:55:33: Dann gibt es auch Pflanzen die nicht gut miteinander können – all diese Dinge!
00:55:39: Ich habe dann gelernt, mühsam, gelernt aber ich werde eben auch nie vergessen den Blick des Gärtners als er mich fragt und wieviel Zeit wollen Sie im Garten verbringen?
00:55:52: Auch ein Gedanke, der mir so weiter gar nicht gekommen war.
00:55:55: Weil wenn man so blättert und hat die tollsten Fotos und Bilder uns sieht dann immer so paradiesische Landschaften vor sich... Dann sieht keiner das Unkraut!
00:56:06: Und keiner spürt den Rücken.
00:56:07: oder mit Rosen und Dorn habe ich wirklich meine übelsten Erfahrungen gemacht.
00:56:13: Ich war da schon oft blutverschmiert.
00:56:17: In dieser Gedanke erzählt einem irgendeine Partei oder irgendwas, wir machen den Himmel auf Erden.
00:56:23: Wir machen das Paradies und das kam nämlich so mit diesem Garten.
00:56:26: Wunderschöner Garten!
00:56:29: Das kriegen wir hin und gar kein Problem.
00:56:32: Und dann kommt die Realität.
00:56:34: Das war der Gedankel, die Parallele mit dem Garten Eden, den man entweder als Gartenversuch zu machen einen Garten Eden in dieser Welt zu schaffen, was ja durchaus letztendlich ein Ehrenwertes unterfangen ist.
00:56:50: Ich möchte auch das es dem Menschen möglichst gut geht aber dann kommt eben auch dass die Vorstellung wie ich einen Gartenschön finde ich mit der Macht des Staates anderen aufzwingen.
00:57:02: Und nun kann es sein, dass der einen mögen ein Zen-Garten.
00:57:05: Die anderen einen minimalistischen.
00:57:07: Die nächsten mögen den Cottage-Garden oder sonst was... Das hat alles eine Berechtigung und jeder sollte das so machen wie er es für schön hält!
00:57:15: Und nicht wie ich es fürs Schöne halte.
00:57:18: Obwohl na gut also wenn die können auch alle mir gehorchen?
00:57:20: Gut wäre auch ne Option aber das würde jetzt eher selber auch ablehnen weil so klug bin ich nicht.
00:57:27: deswegen war so dieser Gedanke Dass Menschen, dass irgendwie die Macht, die man dann hat auch in einer Demokratie.
00:57:38: Offensichtlich meinen das sei dafür gedacht, dass man seine Vorstellung anderen aufzwingen kann und sie nie sehen welche mühender sind, welche Bodenverhältnisse Licht und sonstigen Verhältnisse dafür notwendig sind.
00:57:54: Also Sie wissen nicht genau wie das funktioniert und wie man es zum funktionieren bringt sondern sie haben nur die Vision von einem schönen Bild was sie haben wollen.
00:58:05: Ja ein schöner Garten und aufgeräumtes Haus.
00:58:09: Eint dass man immer nicht die Arbeit sieht die dahinter steckt.
00:58:13: Kommen wir mal zu dem nächsten Punkt.
00:58:14: Die Hardware und die Software?
00:58:15: Was hat's damit auf sich?
00:58:17: Ja, das ist ja ein polittheoretischer Ansatz.
00:58:21: Da kommt mehr aus dem internationalen Recht.
00:58:25: Das heißt immer, dass eine Gesellschaft einen Staat und eine Kultur verfügt über eine Soft-Power und über die Hardpower.
00:58:36: Die Soft Power ist die Kultur einer Zivilisation.
00:58:41: Ist man eine Hochzivilisation?
00:58:43: Eine Hochkultur?
00:58:45: Und dann wollen andere dem nacheifern.
00:58:47: Wenn man sieht, dieses Land blüht, gedeiht und das ist gut... ...dann braucht man eigentlich nicht mehr viel Hartpower um damit es so wird dass die Welt einem nacheifert.
00:59:00: Weil das ist ein gelingendes Beispiel!
00:59:03: Die meisten Menschen wollen in Frieden leben, Wohlstand leben, in geordneten Verhältnissen.
00:59:08: Das ist einfach so.
00:59:09: die Soft-Power.
00:59:10: wenn ich also den Hirn praktisch stehe Kopf, das Betriebssystem auf dem irgendetwas läuft und ich sehe dass beim Computer es gibt Betriebungssystemen.
00:59:18: Da läuft halt alles gut und es gibt betriebsysteme da läuft's nicht.
00:59:22: aber im Polit oder im internationalen Rechtsbereich nennt man das die Soft Power eine Staates.
00:59:29: denn gibt es auch noch die Hard Power?
00:59:32: beziehungsweise es gibt zwei Hard Power und das sind immer die existenziellen Gewalten wenn man das so nimmt.
00:59:38: Das ist eines die Staatsgewalt und das andere ist die Wirtschaft.
00:59:44: Beides ist sozusagen existenziell.
00:59:46: Man kann sich das vorstellen, wie es zu Zeiten als es Burgen gab.
00:59:50: die kann ich belagern bestürmen und ähnliches oder ich kann sie auch aushungern Und der Staat hat die Gewalt nicht ins Gefängnis zu bringen Oder in anderen Staaten auch mich hinzurichten um das mal ganz klar zu sagen hat also über mein Leben eine sehr starke und sehr harte Gewalt Hard Power.
01:00:12: Aber letztendlich hat die Wirtschaft das auch, denn wenn ich verhungere, dann geht's mir ja nun auch nicht besser.
01:00:18: Das heißt es sind beides diese existenziellen Sachen, die man als Hard Power bezeichnet und die werden wiederum letztendling gelenkt und geleitet von der Soft-Power, d. h. vor einer kulturellen Einstellung.
01:00:32: Das ist das Gehirn, dass sagt wie wird das gelenkt?
01:00:36: Wie wird das eingesetzt?
01:00:37: Wie welche Begrenzungen haben diese Mächte Wie gehören sie zusammen?
01:00:43: Und dieses Zusammenspiel aus diesen drei Punkten, also Dreieck ist es eigentlich mit oben das Softpower.
01:00:51: Das kann man, dass die Softpower würde ich als Betriebssystem nehmen und die beiden Hard Power sind dann eben die Hardware der Gesellschaft und das Gehirn lenkt, wie das in welchem Verhältnis da steht wer sich zurück nimmt und wie das eingesetzt wird.
01:01:10: Ja und jeder der ein Computer zu Hause hat, der weiß dass es da auch manchmal am einen oder anderen Ende zwicken kann.
01:01:16: Kommen wir zum letzten Punkt!
01:01:18: Der Start als Versicherung.
01:01:19: Wie habe ich mir das vorzustellen?
01:01:22: Heute nehmen viele den Start als eine Art Versicherung.
01:01:26: Sie haben das selbst gesagt.
01:01:27: wie soll denn das sein wenn ich jetzt meine Arbeit verliere als Ingenieur und ich finde keine Arbeit mehr.
01:01:33: Sie haben es eigentlich als bestes Beispiel gesagt dann ist doch der Start den es ja eigentlich gar nicht gibt sondern das sind ja wir Menschen.
01:01:43: Das heißt, derselbe Ingenieur, der selbstverständlich davon ausgeht dass der Staat ihn unterstützt und müsste genauso eigentlich zu seinem Nachbarn gehen und sagen bitte gib mir hundert Euro.
01:01:53: den nächsten Mal gibt mir hunderte Euro.
01:01:55: wenn er das tun müsste würde es ihm wahrscheinlich sehr viel schwerer fallen.
01:01:59: aber weil der Staat etwas Anonymes ist kann man oder versucht man das so machen.
01:02:06: und insofern ursprünglich ist der Staat Eigentlich die Kernaufgaben ist das, was der Jurist als SOG bezeichnet, Sicherheit und Ordnung.
01:02:16: Und das G steht für Gesetz.
01:02:17: Das sind die Polizeigesetze.
01:02:19: Das bedeutet also innere- und äußere Sicherheits in den Kernausgaben des Staates.
01:02:22: ein gewisses Maß an Infrastruktur gehört in der Regel dazu.
01:02:26: Also Wasserabwasser und sonstwas und auch natürlich auch ein Gewissesmaß an Straßen allein schon damit Polizei, Fahrzeuge, Krankenwagen und ähnliches auch fahren können.
01:02:37: Dafür isst er da!
01:02:39: Für alles andere Das kann man, aber das ist eine freie Entscheidung und alles was darüber hinausgeht wo der Staat etwas gewährt also mir gibt.
01:02:49: Habe ich zwei Probleme.
01:02:51: erstens dass zum Beispiel das Grundgesetz dann dysfunktional wird weil ich habe Abwehrrechte gegen den Staat.
01:02:58: Ich habe kein Leistungsrecht.
01:02:59: Der Staat ist übergriffig.
01:03:01: er kann Gesetze machen um mich in meiner Freiheit einschränken.
01:03:05: Das darf er aber nur, wo es unbedingt geht!
01:03:07: Deswegen habe ich Abwehrrechte gegen den Staat.
01:03:10: Menschenrecht ist ein Abwehr- rechte gegen einen Staat damit der mit seiner Gewalt mein Leben nicht unbotmäßig und meine Freiheit einschreckt.
01:03:19: Das heißt jedes Mal wenn er mir Geld nimmt oder wenn er sonst mir irgendeine Pflicht auferlegt bin ich in meiner freien Entfaltung Artikel zwei eingeschränkt und das darf er nicht.
01:03:31: einfach hat Infinitum.
01:03:34: Und wenn ich Leistungsrechte mache, das heißt, ich nehme Sozialhilfe Pipapo.
01:03:39: Da muss ja irgendjemand das zahlen.
01:03:40: also jeder einzelne von uns damit hat erst eine einzelne Freiheit gibt er ab hatte nicht mehr.
01:03:46: und Das bedeutet dass prinzipiell durch alles das wenn ich ein start als Versicherungsunternehmen gegen die unbildendes lebens sehe habe Ich schon mal einen dysfunktionalen Start weil unser start so Nicht aufgebaut ist.
01:04:01: hier aber zweitens ein dysfunktionalen start weil wir das alte Versicherungsproblem wieder haben.
01:04:09: Bei einer Versicherung zahlt ja irgendwie immer der andere, niemand selbst.
01:04:14: Es sind wieder sehr falsche Anreize.
01:04:16: Ich habe mal ganz interessant eine Versicherung aufstellung gelesen wenn Schäden kommen.
01:04:22: bei Hochwasser an Rhein und Mosel wo es häufiger war und in den Gebieten wo es keine Versicherung deswegen gab waren die Schäde an Haus- und Hof geringer.
01:04:32: Die Leute haben sich nämlich selbst darauf eingestellt und deswegen sind Schäden nicht so gekommen, wo ich mich versichern konnte.
01:04:40: Weil die Schäde auf einmal sehr viel höher war, weil die Leute versichert, muss mich jetzt ja nicht so tun kümmern!
01:04:46: Das ist menschlich nicht vorwaffbar das ist wie Menschen sind.
01:04:50: wenn man aber weiß dass ich diese Versicherung nicht habe würde eben vieles gar nicht entstehen und ich würde mich entsprechend darauf einrichten.
01:04:58: und deswegen ist ein Versicherungssystem immer auch eine Art wenn ich es sehr ausgeprägt habe, sehr dysfunktional.
01:05:08: Weil ich dann einfach nicht mehr so mich selbst vorsehe wie ich es müsste was nicht dagegen spricht dass man nicht auf Versicherungen hat.
01:05:17: also wir müssen hier nicht immer das Kind mit dem Bade ausschütten.
01:05:20: aber prinzipiell ist der Staat kein Versicherungsunternehmen und dann sollte man überlegen ob man diesen Versicherungsspekt vielleicht auch nicht auslagert auch wirklich Versicherung dafür holt.
01:05:34: Weil man dafür nicht unbedingt einen Staat braucht, denn beim Staat fangen dann wieder alle möglichen Leute an mit darüber zu bestimmen und abzustimmen die möglicherweise diese spezielle Situation gar nicht kennen.
01:05:47: aber wenn Leute in ähnlichen Situationen sind diese Versicherungen abschließen nur und machen?
01:05:53: Dann wüssten sie viel besser worum es geht.
01:05:55: also der Staat ist prinzipiell nicht als Versicherungsunternehmen gedacht.
01:06:01: Und wenn man das sehr betont, was wir im Moment ja auch haben.
01:06:05: Unser Sozialhaushalt ist ja glaube ich die Hälfte oder über die hälfte irgendwas in diesem Bereich unserer Staatsausgaben dann ist das eine sehr ausgeprägte Verschiebung Der eigentlichen Staatsaufgaben.
01:06:19: hinzukommt, dass man dann natürlich auch wieder das nächste hat.
01:06:22: Dass die Politik eine offene Flanke hat, einem immer mehr Leistung zu versprechen und wie gesagt, man macht Schulden oder es zahlt der andere.
01:06:31: Das sind alles diese Dinge wo's mit dem Staat ziemlich bergab
01:06:35: geht.".
01:06:37: Sie haben vorhin schon mal die säkularen Religionen angesprochen also politische Ideologien.
01:06:44: Wir schauen mal auf die Zahl der Kirchenaustritte, wir sehen jedes Jahr werden es mehr.
01:06:47: Man könnte also meinen, die Menschen fallen vom Glauben ab.
01:06:50: Andererseits hängen sie aber immer öfter solchen sekularen Religionen an Frage Warum braucht der Mensch trotz all dem offensichtlich doch etwas an das er glauben kann?
01:07:03: und wenn's eben nicht dann klassisch in der Kirche ist?
01:07:15: trauen eigentlich auch die meisten Christen, den christlichen Kirchen nicht mehr zu wirklich Christen zu sein.
01:07:24: Es gibt rein rationale Überlegungen warum man den Glauben braucht.
01:07:28: und dann gibt es eine spirituelle Komponente.
01:07:30: ich bin kein Theologe ich möchte das auch nur berichten Ich kann das nur aus Sicht eines Juristen eben berichten.
01:07:37: Die spirituelle Seite muss jeder für sich sehen.
01:07:40: Es gibt Menschen, die sind spiritueller als andere.
01:07:43: Ich behaupte ja immer ich bin gerne Christ weil das ist eine Religion wo der Religionsstifter aus Wasser Wein macht.
01:07:51: Das fand ich schon mal ein guter Ansatz zum Thema Spirituos aber das ist aus meiner Sicht prinzipiell.
01:08:01: Privatsache soll jeder machen und auch sehen wie er es will.
01:08:04: Objektiv betrachtet muss ich aber eine werte Skala haben.
01:08:09: Ich habe eine Zukunft vor mir, die im Dunkeln liegt, die ist ungewiss.
01:08:14: Wie gehe ich mit Situationen um?
01:08:16: Wie kann ich Klippen umschiffen?
01:08:19: Woher steuere ich?
01:08:20: was ist gut und was ist böse?
01:08:22: Ich brauche Wertmaßstäbe!
01:08:24: Ich muss sagen... ich will irgendwie navigieren durch das Ungewisse des Nebets.
01:08:33: Nebel ist Dunkelheit, die Zukunft kenne ich nicht.
01:08:36: Aber ich muss mich da ja irgendwie durchmanövrieren und zwar möglichst auch mit anderen.
01:08:40: das heißt Ich kann mich jetzt ja nicht durch manövrien indem ich jetzt jeden Tag irgendwelche Lochte erschieße.
01:08:45: Das geht zum Beispiel nicht!
01:08:47: Das ist keine gute Art.
01:08:48: Nein Was für Werte helfen mir denn da?
01:08:53: Welche Richtlinien, Richtschnüre brauche ich?
01:08:56: Und ich brauche Welche?
01:08:58: Und am besten ist es natürlich für eine Gesellschaft, wenn man da ungefähr dieselben hat.
01:09:02: Wenn man das nicht hat dann wird es außerordentlich schwierig, wenn der eine sagt ich habe immer Vorfahrt mit dem Auto und der andere sagt ja eigentlich hatten wir doch rechts vor links Dann wird das unschön.
01:09:17: Das kann nicht gut gehen und deswegen brauchen wir möglichst gemeinsame Regeln und Wertvorstellungen, um uns dadurch zu navigieren.
01:09:25: Das ist so ähnlich wie ich immer sage in Kompass wo ich ein Nordpol brauche da geht es lang.
01:09:30: und auch wenn ich als Jurist sehe das Recht und das hängt sehr eng mit der Religion zusammen.
01:09:37: im Islam sieht man dass heute unmittelbar da hat man eigentlich diese Trennung gar nicht.
01:09:44: was heißt eigentlich?
01:09:45: nein man hat sie nicht.
01:09:47: jüdisch-christlichen Glauben sieht man, dass wir mit den Zehn Geboten anfangen Und das sind schon mal Gesetze.
01:09:55: Im jüdischen Glauben geht es heute immer noch sehr intensiv darum, Regeln zu befolgen.
01:10:02: Das ist im Christenschum schon etwas anders.
01:10:04: Aber so festschäende Regeln Die sind letztlich mit den Zehen geboten Schon in Stein gemeißelt.
01:10:13: Das ist unser Nordpol Unser Werte-Nordpol.
01:10:16: und was dann daraus gekommen ist So etwas brauche ich alten Griechen, dann gab es Solon.
01:10:23: Der hat gesagt ich mache jetzt hier Regeln hin und die dürfen nur geändert werden wenn ich zustimme ja und da ist er weggegangen.
01:10:33: Ich brauche irgendetwas was für mich als Orientierung da ist und nicht so einfach verrückt bei ist mit irgendeiner Mehrheit im Parlament sondern das ist gut dass ist böse und dazwischen navigiere ich.
01:10:46: Wenn ich das nicht habe und das muss natürlich eine gewisse Wertigkeit haben Dann kann ich durch das Leben im Grunde nicht navigieren.
01:10:55: Und heute machen wir es eben, oder das fing ja mit dem Sozialismus an dann habe ich auch dieses gut und böse und soziale Gerechtigkeit.
01:11:02: und ich mache jetzt den Himmel auf Erden Mit einer Gesellschaft, wo alle wunderbar zufrieden als Brüder leben und alle haben das Gleiche oder so etwas.
01:11:13: Jetzt haben wir die Klimasekte, wo man jetzt sagt ich rette die Welt vor dem sicheren Untergang.
01:11:19: Das bedeutet höhere Ziele, die einen zusammenschließen Die auch das handeln in eine gewisse Richtung lenken und ausrichten.
01:11:28: Ich sag nochmal wie ein der magnetische Nordpol wurde sich dann alles nachrichtet.
01:11:32: Das sind einfach so Dinge, die brauche ich als Vorbedingung.
01:11:38: Was Böckenförde in seinem Diktum sagt?
01:11:40: Die freiheitlich-sekulare Gesellschaft lebt von Voraussetzungen, die sie selbst nicht garantieren oder schaffen kann und das ist genau dieses was man eigentlich braucht!
01:11:50: Und wenn ich Sie nicht mehr als klärikale habe also eigentlich basiert unser Staat auf dem Christentum Und das Christentum ist soweit, ich weiß die einzige Religion, die tatsächlich die Sekularität auch so vorsieht.
01:12:03: Wenn man also andere Staaten hat und sagt es muss sekular sein dann wissen sie gar nicht genau wovon man redet.
01:12:12: Mir ist das auch aufgefallen?
01:12:13: Ich habe selber zitiert einen, ich glaube als Minister aus den VHE der sagte irgendwann kommen die ganzen Extremisten aus Europa Während wir hier aufpassen, dass wir nicht so islamische Extremisten heranzüchten.
01:12:26: Ihr müsst aufpassen was da in euren Kirchen gepredigt wird?
01:12:30: Was da in den Moscheen gepredicht wird?
01:12:32: Das habe ich dann auch sehr hübsch geschrieben in einem Artikel und erst nachher ist mir aufgefallen Eigentlich sagt das schon wo das Problem liegt.
01:12:41: Wir können nämlich bei uns gar nicht aufpassen... ...was in den Kirchen geblieben wird Weil wir haben Religionsfreiheit wiederum ein Teil des sekularen Staats ist.
01:12:51: Innerhalb eines sekularen Staates gibt es Religionsfreiheit, aber wenn ich jetzt mit einer Religion zu tun habe die diese Religions Freiheit eben nicht kennt und für den zum Beispiel war es gar kein Problem natürlich muss man aufpassen was da gesagt wird und sonst wird das unterbunden.
01:13:06: ja da sah man schon dass eine ganz andere Denkweise da ist.
01:13:12: wir nehmen vieles vieles für selbstverständlich ohne darüber nachzudenken.
01:13:16: Und das ist zum Beispiel um zum Anfang des Gesprächs zu kommen, vielleicht auch mal ein Gedankenanregung dabei.
01:13:21: Wir nehmen Dinge für selbstverständlich die es mitnichten sind und auch einen Rest der Welt überhaupt nicht sind!
01:13:28: Und leider verschrotten wir da viel Gutes was wir hatten z.B.
01:13:34: einen säkularen Staat... ...und füllen ihn auf mit irgendwelchen politischen säkularen Religionen, die dann auch noch so viel Unheil anrichten.
01:13:45: Millionen Tote!
01:13:47: Es wird immer gesagt was zu Recht kritisiert wieviel Auch im Rahmen des Christentums Wie viele da gestorben sind?
01:13:54: Keine Frage.
01:13:56: Aber es wird ja nicht besser durch Säkulare Religion Ersatzpolitische Ersatzreligionen Die die Macht des Staates nutzen Und unglaublich viel unheil auch anrichten.
01:14:07: Also da sollte man aufpassen dass wir vielleicht das doch nochmal beibehalten, was wir nur können wenn uns klar wird dass wir uns bei vielen politischen Ideologien im religiös und auch fanatischem Bereich befinden.
01:14:26: Was ist denn dann jetzt der richtige Umgang in Anführungszeichen?
01:14:28: Der richtige umgang mit zäkularen Religionen aus ihrer Sicht.
01:14:33: Was müsste der Westen machen?
01:14:36: Zunächst einmal müsste er sich dieses Problems überhaupt bewusst werden.
01:14:39: Er müsste man es ganz klar sagen Wo ist hier eigentlich die Grenze?
01:14:44: Ab wann wird es Religion und ab wann ist es keine.
01:14:48: Das würde zum Beispiel dazu führen, dass man einen sehr stark wieder auf seinen Kern zurückführt, auf die kleinsten gemeinsamen Nenner um das mal sozusagen.
01:14:58: also Sicherheit letztlich in eurer Sicherheit grundlegend Infrastruktur vielleicht gerichtet damit die Menschen die anderen Religionen welche auch immer angehören diesen folgen können.
01:15:11: Ich entsinne mich, in früheren Zeiten gab es von Linken oder irgendwelche Kommunen oder sowas.
01:15:16: Hat aber niemandem gestört.
01:15:17: die konnten hier leben wie sie wollen Aber ich musste nicht so leben Sondern das ist so der Punkt Wenn jemand so leben möchte... ...ich würde mich da jetzt nicht wieder setzen.
01:15:26: Das ist nicht meine Aufgabe.
01:15:28: Jeder soll nach seiner Fastung seelig werden Aber mich nicht zwingend nach seiner fastungseelig zu werden.
01:15:34: Und das ja der Punkt Es geht nur wenn der Staat aufhört In jeden Lebensbereich hinein regieren zu wollen.
01:15:41: Das wiederum führt aber dazu, dass der Staat nicht allmächtig ist.
01:15:45: wenn wir einen Staatsglauben haben und meinen, der Staat kann den Garten Eden machen – und sollte es auch!
01:15:53: Dann allein dann schon habe ich keinen säkularen Start mehr.
01:15:57: Und dann wird es gefährlich und das wird meines Erachtens nur gehen, wenn wir wieder dazukommen, wo wir eigentlich durch den Reißigjährigen Krieg den westfälischen Frieden durch die Aufklärung überall mühsam hingekommen sind, wenn die Macht eng begrenzt wird.
01:16:15: Eine Machtteilung kommt und diejenigen, die wirklich mehr Führungen wollen auch vom Staat mehr Führen wollen vielleicht nicht direkt zum Start gehen sondern zu einer staatsähnlichen Gemeinschaft wieder öffentlich-rechtlich oder sowas.
01:16:31: wir haben ja alle möglichen staatsehnliche Sachen NGOs sind es ja die typischen Staatsähnlichen Sachen.
01:16:37: Die können das ja gerne gründen, könnten dort eintreten und nach ihrer Fassung seelig werden auch da zahlen aber das ist dann nicht mehr Staatsaufgabe.
01:16:49: Jetzt gibt es hier die einen, die möchten besonders viel Freiheit haben und die anderen die möchten ein besonders starken Staat haben der eigentlich auf viel Micro-Management betreibt bis in den kleinsten Details des Alltags hinein.
01:17:07: Wie kriegt man denn beides unter einen Hut, ohne dass hier alles auseinanderfliegt?
01:17:12: Also die eigentlich kaum wenig.
01:17:15: Manche würde sagen keinen Start wollen nur weil ich glaube gar kein Start das will keine.
01:17:21: und die anderen die sagen Ich will ganz viel start wie kriegen wir das eigentlich unter ein Hut?
01:17:25: Das ist sehr schwierig Und ich möchte sie da korrigieren.
01:17:28: es gibt Menschen die wollen gar keinen Start.
01:17:32: Ich kann Sie auch verstehen dass es auch jedem freigestellt.
01:17:35: Das muss jeder für sich selber wissen, wie viel Start er möchte und ich habe gerade neulich auch eine Unterhaltung geführt.
01:17:42: Jeder der in einem Unternehmen tätig ist weiß dass es ganz unterschiedliche Führungsansprüche gibt und das hat auch nichts mit Charakterstärke oder sonst was zu tun.
01:17:49: Der eine braucht eine engere Führung, der andere ist nur dann gut wenn man ihn machen lässt.
01:17:55: Menschen sind unterschiedlich auch in ihren Führungen ansprüchen Und genau das müssen wir auch akzeptieren und adressieren.
01:18:03: Das Problem ist nur, der Freiheitssuchende braucht halt viel Freiheit und ich kann was draufsatteln für die anderen.
01:18:15: Aber ich kann nichts absatteln, für den der Freiheit möchte.
01:18:17: So rum wird es meistens nicht funktionieren.
01:18:20: Ich hatte dann ja eine Art Baukastenstart vorgeschlagen.
01:18:24: das geht in die Richtung, die ich eben genannt habe.
01:18:27: ein Baukastestart wäre für mich das typische was man eigentlich immer macht wie beim Auto.
01:18:34: Das heißt, ich habe einen Fahrgestell ein Chassis also etwas was gleich ist und dann kann ich mir was dazu bauen.
01:18:42: so und das wäre jetzt für mich die Sache dass man ein Minimalstart hat obwohl ich den Ausdruck Minimalstadt nicht gut finde.
01:18:48: Ich finde das ist eigentlich das wofür ich einen Start brauche inner- und äußere Sicherheit Und da muss sich eben auch Fachleute haben Da kann ich mehr auch Fach Leute holen.
01:18:57: Ich brauche eine Wirtschaft die möglichst gut funktioniert wo ich auf möglichst dann viel Arbeit finde und in diese Situation nicht kommt, dass ich mit einer guten Ausbildung dastehe.
01:19:06: Und keine Arbeit finde!
01:19:08: Das kann man ja machen... das ist ja nicht Teufelswerk oder Echsenwerk oder Rocket Science wie es so heißt.
01:19:17: Aber was ganz wichtig ist, ist die Leute, die einen größeren Führungsbedarf haben.
01:19:24: Dass man die nicht im Stich lässt.
01:19:25: Denn das Problem ist immer, dass sie sagen Ja für sie ist Freiheit, ihr lasst mich da alleine verrottet oder sonst was und das geht nicht.
01:19:32: Das geht einfach nicht.
01:19:34: Deswegen würde ich dort immer sagen man hat eine Art Grundeinstellung dass man sagt Der Staat macht nur so und zu viel.
01:19:42: das ist so Basics Und wer etwas möchte wählt sich noch was dazu und zwar aus der Richtung wie er es möchte.
01:19:49: wenn jemand Katolisch ist, dann kann er zu irgendwelchen katholischen Werken gehen und die können das machen.
01:19:54: Oder wenn jemand grün ist oder sonst was?
01:19:56: Es ist mir egal!
01:19:57: Ich meine dass wirklich ich bin kein Missionar.
01:20:01: jeder soll das nach seiner Fassung werden nur eben nicht... Ich muss deswegen nicht Grün-Vogue oder sonstwas werden weil irgendein anderer das gerade modern findet und die Presse das verbreitet Und das alles jetzt so toll ist.
01:20:14: Wir müssen uns wirklich mal überlegen, wie wir verschiedene Führungsansprüche überhaupt Führung Bedürfnisse befriedigen.
01:20:21: Ohne dass ich jetzt sage mein Maßstab und das sind natürlich die, die Macht haben wollen im Staat.
01:20:25: Die möchten ja immer den Maximal-Führungsbedürftigen.
01:20:29: Dem präsentieren sie was!
01:20:30: Und zwar dann immer mit irgendeinem Schmankerl dran und dann gibt es noch das dazu und jenes dazu.
01:20:37: Damit kommen wir aber nicht weiter und gerade die, den Schnüren wir damit die Luft zum Atmen ab.
01:20:47: Wenn wir das aber tun, dann habe ich nachher überhaupt nichts mehr zu verteilen und Das geht nicht gut.
01:20:54: Es ist in unser aller Interesse dass diejenigen Die sich die mehr Freiraum brauchen zur Entfaltung ihnen bekommen.
01:21:00: Aber wie gesagt Ich kann einen freiraum durch gezielte Angebote für jemanden der es braucht einengen dass der also das viel beim autokauf.
01:21:10: Der eine will rot, der andere will grün, der eine will ein großes oder ein anderes kleines.
01:21:14: Das kann er ja machen!
01:21:15: Also ich muss sehen dass sich das was wir gemeinsam machen so eng begrenzt wie möglich und dann aber wirklich Angebote mache die auch da sind und auch kontrollierte Angebote.
01:21:25: Dass zum Beispiel sollte der Staat machen, dass das auch ordentlich zugeht, dass da keine Gelder für Untreut werden oder ähnliches.
01:21:35: mehr führt, mehr abnimmt, mehr Versicherung hat und ganz klare Leitlinien.
01:21:40: Und wenn man dagegen verstößt dann kommt man was weiß ich an den Pranger!
01:21:45: Was auch immer soll jeder machen dass man da die Angebote hat, wonach jeder sich das selber mehr aussuchen kann?
01:21:53: Und zwar nach dem was für ihn jetzt in seiner Lebenssituation besser ist.
01:21:57: Das finde ich ja bei Schulen zum Beispiel auch, dass wir hier nicht unbedingt Schulbezirke haben müssen und wenn da eine Ganztagsschule ist dann müssten die Kinder einen ganzen Tag dahin.
01:22:07: Sondern das man wirklich versucht jetzt mehr individuell auf den einzelnen Menschen einzugehen.
01:22:14: Wo hat er seine Bedürfnisse?
01:22:16: Was braucht er?
01:22:17: Was kann ich ihm dafür Angebote machen?
01:22:20: aber angebotet die dann auch wirklich wie Lebensmittelkontrolleure auch gucken, dass das wirklich in Ordnung ist.
01:22:28: Das muss meine ich gewährleistend sein.
01:22:30: Das wäre dann übrigens besser für alle denn die Politik mit sozial Leistung und Rente umgeht.
01:22:38: Also kann man privatwirtschaftlich gar nicht machen.
01:22:42: Da wär man ja schon längst vor dem Richter oft gelandet bei dem was sie hier veranstalten.
01:22:49: Macht Freiheit manchen Menschen Angst?
01:22:52: Ja, mit Sicherheit!
01:22:54: Absolut sicher.
01:22:55: Wer war das, der sagte?
01:22:57: Freedom means responsibility.
01:22:59: that's why most people dread it.
01:23:01: Einer von diesen suffisanten Engländern ja ich glaube auch dass wollen noch viele nicht.
01:23:08: die wollen einen engeren begrenzteren Rahmen haben und das ist ihr gutes Recht und deswegen sind es total anständige Leute.
01:23:15: also bitte ich möchte ich selbst brauche viel Freiheit aber ich möchte das überhaupt nicht sagen dass das das Adeln Das sind einfach unterschiedliche Menschen und ich habe auch im Unternehmen, ich kenne Leute die muss man zwar eng führen aber die arbeiten richtig gut.
01:23:32: Die sind das Salz der Erde.
01:23:35: Sprechen wir mal über den Kern der Freiheit.
01:23:40: Sie schreiben in ihrem Buch jeder hat das Recht seinen eigenen Traum zu leben?
01:23:44: Die Frage die sich mir stellt wie kann der Staat gewährleisten dass jeder sein Traum leben kann und zwar so Dass es nicht zu einem Chaos am Ende kommt, kann er es überhaupt gewährleisten?
01:24:02: Das hängt wieder damit ab was sie meinen mit Gewährleist.
01:24:06: Das ist jetzt eine Definitionsfrage.
01:24:09: wenn ich sage er schafft den Rahmen und den Traum gewährleistet bedeutet jetzt eben nicht Ich esse keine Kinder zum Frühstück zum Beispiel.
01:24:17: Wenn das mein Traum ist dann habe ich ihm Pech gehabt.
01:24:19: ja Ich esse übrigens auch sonst keine Erwachsenen zum Frühstag aber Wir haben ja gewisse Regeln.
01:24:27: Wenn sich jeder an diese Regeln hält, wo ist dann das Chaos?
01:24:30: Denn wenn ich nicht alles dirigistisch regeln will, habe ich damit gar kein
01:24:36: Problem.".
01:24:39: Die Frage zum Schluss, Frau Heinrich Es gibt einen schönen Punkt in ihrem Buch.
01:24:45: da schreiben Sie über die strukturell instabilen Systeme.
01:24:49: Da schreiben sie, schleichende kaum wahrnehmbare Veränderungen eines oder mehrerer Systemparameter können das System in die Nähe eines kritischen Punktes bringen wo es sein Verhalten sprunghaft verändert.
01:25:03: Heute an dem Tag, an dem wir das Gespräch aufnehmen ist noch viel Aufregung.
01:25:07: Es geht um die jüngste Sonntagsfrage Für alle, die das vielleicht gerade nicht gesehen haben.
01:25:14: Die AfD hat mittlerweile den Vorsprung zur Union um fünf Prozent aufgebaut, liegt aktuell bei sieben und zwanzig Prozent laut Forser.
01:25:23: Die Union käme auf zweiundzwanzig Grünen auf fünfzehn SPD- und Linke jeweils auf zwölf Prozent.
01:25:28: Die Frage, die sich mir also stellt mit Blick auf diese aktuellen Umfragen erleben wir derzeit so einen Moment wo sich das Verhalten eines Systems sprunghaft ändern könnte?
01:25:42: Zumindest nähern wir uns diesem System.
01:25:44: Ich bin sehr gespannt, was die Wahl den Sachsen-Anhalt bringen sollte da die AfD zum Beispiel die absolute Mehrheit bekommen.
01:25:52: Dann wird sicherlich sehr vieles sich auch in diesem Land ändern aber ja auch dieses das die AfD aufholt.
01:26:01: Ja, gleichzeitig wie ich schon mal sagte gab es ja diese Umfrage auch.
01:26:05: welcher Partei trauen sie?
01:26:07: Die Lösung der Probleme des Landes zu CDU hatte glaube ich dreizehn Prozent und AfD hatte vierzehn Prozent was also bedeutet dass nicht alle die jetzt AfD wählen das aus überzeugter AfD Nähe tun muss man sozusagen sondern weil Sie merken dass so wie das Land jetzt im Moment an die Wand gefahren wird geht es halt nicht weiter.
01:26:31: Und deswegen glaube ich schon, dass wir uns schon diesem Punkt nähern.
01:26:38: Aber nicht nur wir!
01:26:39: Viele sagen ja auch eben in Frankreich das System sei unrettbar oder in England gibt es deswegen jetzt ja auch eine neue Partei... Ich hatte jetzt auch schon mal darüber geschrieben, dass neue Parteien überall hochkommen weil die Alten es einfach nicht mehr bringen.
01:26:54: also sie sind quasi ausgepowert mit denen kann man's halt nicht mehr machen.
01:26:59: Und ja, jedes System kann ich irgendwann so weit ausreizen, dass sich es auch in Schleudern bringen.
01:27:07: Ich meine die meisten Leute kennen das vielleicht wenn man im Auto übersteuert, dass man es da ins Schleutern kommt und irgendwann nicht mehr einfangen kann.
01:27:14: Das sehe ich, dass hier zumindest konkret in Deutschland den Bogen deutlich überspannt hat.
01:27:19: Ja, das halte ich für möglich, dass wir uns diesen Punkt nähern – und ich würde ihn noch nicht als Kipppunkt bezeichnen sondern tatsächlich mehr als einen systemischen... Nein, nicht Fehler.
01:27:35: Eine systemische Entwicklung die man bei System hat.
01:27:38: wenn man anders noch mal gesagt wir haben ja eine Art Regelungs- und Steuerungskreis so ähnlich wie bei einer Heizung Und wenn das Tamastat kaputt ist und man merkt jetzt nicht Das Signal kommt nicht es wird zu heiß Ja dann geht das Ding irgendwann ganz kaputt.
01:27:57: und Die Politik hat zu lange nicht gehört, dass es so nicht geht.
01:28:02: Sie hat es gehört bzw.
01:28:04: hat dann einfach auf Stur geschaltet und hat gesagt du bist Nazi, du bist böse... Ich habe mal einen Politiker gesagt selbst wenn das euch nicht gefällt, wenn Menschen so viele Ausländer nicht haben wollen vor allen Dingen aus gewissen Kulturkreisen nicht haben.
01:28:20: Das kann ich für gut oder für schlecht halten aber in einem Land in einer Demokratie müsst ihr das auch akzeptieren.
01:28:25: Ihr seid Volksvertreter!
01:28:27: Nicht Volkserzieher.
01:28:31: Da bin ich auf wenig Gegenliebe gestoßen, weil der Gedanke einfach im Kopf nicht Fuß fasste.
01:28:37: Und wenn ich den Unmut des Volkes nicht höre und jetzt war noch einmal so diese Chance im März es gewählt worden zum Umsteuern ersteuert aber nichts um nichts passiert das geht weiter oder noch schlimmer weiter wie zuvor dann ist irgendwann die Geduld am Ende.
01:28:54: Und das ist absehbar und das ist durchaus auch verdient, ob es dann besser wird weiß ich auch nicht aber wir gehen jetzt jedenfalls viel zu schnell aus meinem Geschmack auf sehr möglicherweise sehr instabile Verhältnisse zu.
01:29:13: Das ist ja auch das was ich immer sage.
01:29:14: meines Erachtens bräuchten wir wohl in irgendeiner Form eine neue Kraft.
01:29:21: wie gesagt Nicht in irgendeiner Partei, aber die derzeitigen Verhältnisse haben sich sehr festgefahren.
01:29:28: Alle Seiten komplett festgefangen und normalerweise muss dann immer irgendwas Neues Drittes hinzukommen um irgendwie wirklich eine neue Richtung zu geben.
01:29:41: Irgendetwas muss dazu führen dass dieses gegenseitige Gesicht beharken diese Zwickmühle wegkommt.
01:29:51: Was da jetzt passiert, was dazu führen könnte?
01:29:55: Eine neue Partei.
01:29:57: Oder aber dass die CDU komplett sich umdreht... Da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten!
01:30:04: Aber das muss kommen denn sonst knallt sie ja.
01:30:08: Ich hab vorhin das Bild der Leiter bemüht auf den wir uns befinden und gefragt ob's weiter nach unten geht.
01:30:15: Sollte die AfD wirklich...?
01:30:16: Noch sind das theoretische Werte, noch nicht gewählt und nix.
01:30:21: Aber sollte die AfD tatsächlich so stark werden?
01:30:24: Würden Sie denken oder sagen, das macht mir Sorge dass es auf der Leiter weiter nach unten geht.
01:30:34: Immer vorausgesetzt, dass die AfD in irgendeiner Form müßtiger Regierungsverantwortung sonst hat das sowieso keinerlei Einwirkungen.
01:30:46: Jetzt muss man unterscheiden ob es im Land ist oder im Bund.
01:30:50: Im Land wäre mir das jetzt nicht ganz so wichtig.
01:30:53: da könnte das für den Bundesrat auf dem Bund Einwirken.
01:30:58: Beim Bund könnte das zu einigen Veränderungen führen und davon mögen vielleicht manche sogar positiv sein, also ich denke da an die Energiepolitik.
01:31:06: deswegen sind ja einige auch WNAFD weil sie die Energie Politik der Bundesregierung einfach vertödlich halten was er durchaus noch ist.
01:31:17: Da könnte es Verbesserung geben.
01:31:19: in anderer Hinsicht könnte es schwieriger werden.
01:31:21: und da denke ich jetzt gerade was die Gefahren auf diesem Kontinent angeht, wo es Russland angeht.
01:31:29: Das wird mit der AfD mindestens so schwer wie es übrigens aber auch mit den Linken, mit BSW und mitteilen der SPD wird.
01:31:36: Und das ist nicht witzig weil die Gefahr aus meiner Sicht durchaus real ist.
01:31:43: da rede ich seit zwanzig vierzehn drüber.
01:31:47: Seit dem ersten Einmarsch in die Ukraine Und seitdem ich war auch gegen Nord Stream deshalb und fand die Energiepolitik von Russland abhängig zu machen, fand ich absolut fatal.
01:32:01: Habe ich viele Schreitgespräche drüber geführt und alle hielten mich für bescheuert.
01:32:06: Gut, mittlerweile halten Sie mich nicht mehr für Bescheuert.
01:32:08: Aber es hat ja nichts bewirkt und das könnte dann in dieser Hinsicht natürlich auch kritisch werden.
01:32:14: denn wenn wir in einem Bereich sind wo wir A entweder ganz instabile Verhältnisse haben oder B Verhältnisse, wo politische Mehrheiten, ob sie jetzt links rechts oder wo auch immer sind.
01:32:28: So sind das die Verteidigungsbereitschaft noch weiter ausgehüllt wird.
01:32:33: Sie ist nicht hoch und die Veteiligungsfähigkeit ist immer noch nicht wieder hergestellt.
01:32:39: Dann könnte das für unser Land in jeder Hinsicht zu einer sehr kritischen Lage führen, die ich nicht möchte und mir wirklich nicht wünsche aber die ich natürlich nicht ausschließen kann.
01:32:54: Nachdenkliche Worte also zum Schluss.
01:32:56: für hier und heute sind wir am Ende angelangt.
01:32:59: Frau Heinisch, ganz ganz lieben Dank für Ihre Zeit und fürs Gespräch!
01:33:03: Ich bedanke mich bei Ihnen auch für ihre Zeit und für dieses interessante Gespräch.
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