Hyslop Uncut #63: Jan Karon
Shownotes
Jan Karon ging wiederholt da hin, wo es weh tut: In den Reportagen "Fremdland" und "Zombieland" spürte er für Nius Überfremdungsgefühlen in Deutschland nach bzw. beleuchtete Schicksale von Menschen, die ganz unten angekommen waren.
Was er dabei erlebte, floss auch in sein Buch "Bastardmoderne" ein, in dem er ein Schlaglicht auf negative Entwicklungen in der Bundesrepublik wirft - von weltlichen Ersatzreligionen bis hin zur Migrationskrise.
Mit ihm sprach ich u.a. über sein Buch, die "Late Stage BRD", die Krise des Liberalismus, seine berufliche Laufbahn und seinen Weggang von Nius.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hüsslopp an Cut.
00:00:04: Schönen guten Tag!
00:00:05: Mein heutiger Gast war für Reportagen bereits im Zombie sowie im Fremdland unterwegs, sein aktuelles Buch Bastard Moderne bezeichnet eher als Kriegserklärung an eine degenerierte Jetztzeit.
00:00:17: Darüber sprechen wir heute.
00:00:18: Herzlich willkommen Jan Karon.
00:00:21: Schön guten Abend.
00:00:22: vielen Dank für die Chance.
00:00:23: Jan freut mich dass du da bist.
00:00:25: Du bevor wir über dein Buch reden vielleicht mal ein bisschen die Frage Wenn ich Gäste da habe aus dem Journalismus, dann interessiert mich natürlich immer wie sind die in die Branche reingekommen?
00:00:33: Darum zum Start mal an dich die Frage Jan.
00:00:35: Wie bist du Journalist geworden und warum?
00:00:39: Ich hab so ein bisschen den Klassiker studiert, Politikwissenschaften und Geschichte war aber schon damals überzeugt dass sich eigentlich gerne Reporter werden würde.
00:00:49: bin dann nach Berlin gezogen und bei mir war der Einstieg in den Journalismus über ganz viele so studentische Hilfskraftjobs.
00:00:56: Also die gibt es im Social Media Abteilung, am Newsdesk in Redaktion und da hatte ich dann quasi zum ersten Mal ein bisschen den Fuß in der Tür wie man schon sagt.
00:01:09: Das war aber Zeit online und beim CDF.
00:01:12: Und Schritt für Schritt ging das dann weiter mit ersten Auftragsabhängen Weiten und Podcasts und Freie Artikel verfassen.
00:01:20: Und war da lange Zeit eigentlich eher, in dem was man Mainstream-Media nennt hatte dann beim RBB eine Sendung Schattenwelten hieß die da ging zum Investigative Reportagen und war jetzt in den letzten vier Jahren wiederum bei maximalen Bösen bei News also dem Startup von Julian Reichelt als Reporter wie du richtigerweise gesagt hast.
00:01:41: es war aber ein klassisches rein knien und quasi den harten Weg gehen.
00:01:48: Das war jetzt nicht so, dass ich an einer Journalisten Schule war oder irgendwie Kontakte in der Branche habe die mich immer gefördert haben sondern man arbeitet viel man bietet sich an man versucht kreativ zu sein wenn man versucht Tradaktion zu helfen und so ergibt es sich dann aus dem einen das andere.
00:02:06: und ja so bin ich hier und heute ein Form und Farbe.
00:02:11: Du hast schon selber gesagt, du warst bei der Zeit unter anderem.
00:02:13: Du warst beim RBB.
00:02:15: Mainstream-Medien würde man jetzt sagen und dann der Wechsel zu News?
00:02:19: Wie kam es dazu eigentlich?
00:02:21: Naja das war schon so ein bisschen klar und hat sich abgezeichnet dass ich jemand bin der zunehmend rechtskonservative Einstellung hat immer wieder viel zur Migration gemacht hat und Islamismus mit dem Zeitgeist fremdelt.
00:02:32: Und dann gibt's ja in dieser Branche Das ist leider Teil des Problems Eigentlich so gewisse Arbeitgeber zu denen man gehen kann Und mit verschiedenen habe ich dann gesprochen, aber Julian Reichelt hat mir damals einfach eine extrem spannende Vision dieses Unternehmens schmackhaft gemacht.
00:02:50: Also man hatte das Gefühl da ist richtig Power drin, da ist Dynamik drin.
00:02:54: Da kamen dann auch andere Leute – ich glaube Julius Böhme war schon da, Ralf Schugler kam dazu und es war von Anfang an klar, dass sie so ein bisschen diese Reporterrolle auswühlen wollte oder sollte hat aber einfach irgendwie gut gepasst, weil man merkt natürlich bei so einem Start-up und Westeros da, dass da einfach eine Dynamik drin ist.
00:03:12: Und Leute Tatkraft haben und anpacken wollen oder es verändern wollen.
00:03:16: Das heißt ich war quasi davon angesteckt und habe mich dann ganz bewusst dazu entschieden für News zu
00:03:22: gehen.".
00:03:23: Inwiefern unterscheidet sich denn die Arbeit zum Beispiel beim RBB von der bei News?
00:03:28: Gibt's da nennenswerte Unterschiede?
00:03:30: Also beim RBB muss ich dazusagen, weil ich nicht direkt in Redaktionen sind.
00:03:34: Ich habe von der Produktionsfirma gearbeitet die das Produkt quasi an den RBB zugestellt hat.
00:03:38: Ich würde aber sagen aus anderen Redaktionen die ich jetzt kenne da ist die Arbeit bei News sich fundamental davon unterscheidet.
00:03:46: also dass es wirklich auf eine ganz besondere Art und Weise chaotisch und kreativ und wild und unvorhersehbar weil eben ganz viele dieser Prozesse nicht eingeübt waren.
00:04:00: oder das ist jetzt nicht so eine Redaktion, die seit zwanzig Jahren in dem Gebäude ist und so alt hergebracht ist.
00:04:07: Sondern so ein Ansatz den News wählt bedeutet einfach eine Dynamik.
00:04:13: Und das heißt dass manchmal sehr vieles unverhofft kommt und manchmal man aufspringt und irgendwo losfährt.
00:04:20: Man lacht wahnsinnig viel.
00:04:22: Man beobachtet das Geschehen ist natürlich auch in so wir gegen den Rest der Welt-Modus und hat aber würde ich sagen einfach einen größeren Hang dazu, Dinge aus dem Bauch herauszumachen.
00:04:35: Und einfach irgendwo loszugehen und eine Reportage zu machen was eben auch ein großer Vorteil ist, dass man jetzt nicht etliche Stellen hat und über etliche Ebenen gehen muss bis sowas genehmigt wird sondern es ist quasi dieses dieses ermutigen Menschen zu machen.
00:04:54: Empowern würde man heute im Neumodern sagen, im besten Sinne eigentlich.
00:04:59: Jetzt hast du ja schon einige Spielwiesen des Journalismus kennengelernt?
00:05:01: Gibt es für dich eigentlich rote Linien... ...im Journalismus?
00:05:07: Inwiefern meinst du
00:05:08: das?!
00:05:09: Gibt's für dich irgendwie Grenzen wo du sagst bis dahin gehe ich aber nicht weiter oder Entwicklungen wo du sagt ach finde ich nicht gut mach' ich nicht mit.
00:05:20: Naja.
00:05:20: also ist Jetzt für mich persönlich muss ich schon sagen, dass ich zum Beispiel eine Distanz zu Politikern pflege.
00:05:30: Und ich finde das ist ne extrem befremdliche Entwicklung im Hauptstelljournalismus jetzt auch in Berlin, dass es quasi dieses komische Milieu und diese Szene gibt von Journalisten die ja nicht nur aus Regierungskreisen berichten sondern bei denen man mit unter das Gefühl hatte, dass sie verschmolzen sind quasi mit Politikern zu diesem Milieu und wahnsinnig gute Verhältnisse pflegen.
00:05:57: Und fast schon wie Freunde sind.
00:05:59: Das war schon immer etwas, was mir befremdlich erschien übrigens ungeachtet der Tatsache welcher Partei dieser Politiker angehören.
00:06:09: Das ist glaube ich einfach mein Selbstverständnis das nicht wahnsinnig mag und das irgendwie auch trennen will, weil klar kann es natürlich auch mal sein dass man bekannten hat der irgendwo in dem Büro arbeitet und mit dem was trinken geht.
00:06:22: Aber man hat ja eigentlich die Rolle die Mächtigen zu kritisieren und ihn auf die Finger zu schauen und ich glaube das wird natürlich umso schwerer je näher man dran ist und quasi ja auch freundschaftliche Beziehungen pflegt.
00:06:36: Das heißt das ist so eine Entwicklung die stelle ich fest im Journalismus verneinen, ich kumpel einfach auch selten im Bundestag herum und dann gibt es ja Empfänge und Runden.
00:06:46: Und das war nie meins oder soll es auch nicht werden?
00:06:49: Und das zweite was natürlich jetzt glaube ich auch für jeden Journalisten rote Linie sein sollte ist so eine Art Käuflichkeit.
00:06:57: also wenn es Leute gibt die für Berichterstattung oder gewisse Spins oder was auch immer Geld geben und damit proaktiv da eingreifen, wenn das was du machst und zu welchen Schlüssen du kommst.
00:07:12: Welche Recherche Ergebnisse du hast dann ist das auch etwas... also wäre jetzt glaube ich nie in der Position oder Situation.
00:07:21: aber das wäre mir auch glaube ich zuwider weil ich glaube einfach ein großer Freund der Unabhängigkeit bin und eigentlich diese Freiheit sehr mag.
00:07:29: und diese Freiheit bedeutet auch dass sich in verschiedene Richtungen schießt und keine Loyalitäten habe, die ich irgendwie künstlich zufriedensteilen muss.
00:07:38: Und dann wirklich stolz sagen kann, ich schreibe und recherchier und berichte so wie ich es denke aber nicht weil jemand mir das auch tröert hat.
00:07:47: Komme mal zu deiner Recherche, du hattest.
00:07:50: Es gibt zwei Kapitel in deinem Buch Bastard Moderne.
00:07:53: Das eine ist Zombieland das andere ist Fremdland was vielleicht nicht jeder weiß?
00:07:57: Das sind auch Recherchen Reportage die Du gemacht hast, die Du filmisch umgesetzt hast.
00:08:03: Vielleicht zunächst einmal die Frage wie kam es eigentlich zu diesen Videoreportagen?
00:08:13: Also das war ein Thema dass wir alle recht schnell und früh identifiziert haben und wo man sagen musste okay Der öffentliche Raum in Deutschland hat sich gewandelt.
00:08:22: Und da sieht man inzwischen an öffentlichen Orten und es gibt eine neue Art der Obdachlosigkeit, auch der Drogenkriminalität und bestimmte neuralgische Punkte in Deutschland legen Zeugnis über diesen Verfall ab und sind inzwischen einfach Orte die man nicht betreten will.
00:08:43: Und dieses Bild des Zombies, ich glaube das entstammt sogar einer.
00:08:49: Oder nein, ich glaube wir haben den Begriff gesetzt.
00:08:51: Wir waren da auch im Bahnhofsviertel und in Hamburg am Hamburgbahnhof und in Teilen von Berlin und in Dortmund Und haben diese Reportage gemacht, wo wir mit Leuten gesprochen haben Mit Württem, mit Anwohnern Weil wir eben gesagt haben dass es ein bisschen überschwitzt aber das ist eine neue Art des Untoten, des Zombies gibt.
00:09:12: Das ist jetzt nichts worüber man sich freut oder wo man kein Mitgefühl empfindet, aber deren bestimmten Orten in Deutschland das Straßen- und Stadtbild prägt.
00:09:20: Und dann wurde das, glaube ich aufgegriffen sogar von der britischen Tageszeitung während der EM.
00:09:26: also es, glaube nicht auch ein Quartier gab der Briten im Frankfurter Bahnhofsviertel bzw.
00:09:30: Frankfurt, aber die im Bahnhofswirtl waren Ich glaube, der Sun was oder der Telegraph?
00:09:35: Ich krieg's nicht mehr ganz zusammen Aber der Begriff kam eben dadurch zustande.
00:09:42: Das ist ein stilprägender Titel, den hat man im Kopf.
00:09:47: Es war auch eine Idee Juliant, das muss ich noch sagen.
00:09:50: Also Juliant ist ein Zombie frühhaltig und man muss auch sagen er ist wirklich ikonisch geworden.
00:09:58: Genau in Fremdland war die Abwandlung weil bei FremDland ging es dann bisschen um dieses ganze Thema der Stadt Teil Veränderung, Demografie.
00:10:05: Das war quasi die Ableitung davon.
00:10:07: aber ich glaube es ist in dem Sinne immer gut wenn man kreatives und Titel hat die quasi etwas sehr auf den Punkt bringen und gleichzeitig ein Gedächtnis bleiben ja und dann tatsächlich im Buch auch Kapitel überschriften wurden.
00:10:20: Jetzt war der da Unter anderem im Frankfurter Bahnhofsviertel auch wirklich sehr nah dran, an den Leuten sehr nah daran.
00:10:26: Auch an ja sehr schlimmen Schicksalen die sich dann natürlich auch zeigen Menschen die da mit einem riesen Gepäck, einem seelischen Gepick auf der Straße leben.
00:10:37: gab es denn da Momente oder Begegnungen oder Eindrücke die dich besonders beeindruckt haben die besonders bei dir hängen geblieben sind?
00:10:46: Ich erinnere mich an ein Gespräch meiner Kollegin Eva Wladinger-Brok mit der ich die Reportage gemacht hat.
00:10:50: Die hat einen glaube Er ist ein, ich glaube er war Lithauer getroffen.
00:10:58: Also jemand seines Alters bei dem einfach deutlich wurde dass er eine extrem extrem verstetigte Suchtspirale hat und sie hat dann quasi mit ihm geredet und er erzählt wie er seine Heimat verließ inzwischen in Berlin angekommen ist Dass er auf der Straße lebt das er Drogen kauft Und Ich weiß dass es Eva damals sogar extrem gerührt hat aber Das war eben irgendwie besonders, dass man so einen Menschen sehr vulnerabel und sehr verletzungsanfallig gesehen hat.
00:11:27: Und eben im Gespräch gemerkt hat das ja hier einzelne Schicksale sind und es klingt extrem hart aber wo man die Leute nicht helfen wird oder es ist extrem extrem schwierig sein dürfte.
00:11:40: Es ist auch ein Thema das schwer anzufassen ist.
00:11:43: Aber die Wahrheit bei dieser Obdachlosigkeit kann ich so einfach zu sagen, wie man das Problem löst.
00:11:50: und bei manchen Schicksalen ist es überspitzt gesagt ein Sterben auf Raten.
00:11:55: Und da sieht man... Das war einen Moment der mehr extrem in Erinnerung gebliebenen ist.
00:11:59: Der zweite, dass wir tatsächlich im Bahnhofsviertel in Frankfurt aber aus einer bisschen anderen Perspektive und vielleicht nicht dieses emotionale Aber ich weiß, dass sie in Frankfurt am Bahnhofvierteln mit einem Wirt aus Afghanistan gedreht haben, der irgendwie auch nach Deutschland eingewandert ist Und dann war das so eine absurde Szenerie, weil da eine Schlägerei zugegen war.
00:12:21: Also Leute haben sich glaube ich um irgendwie Drogen oder Essen gestritten und angeschrien... ...und dann entsteht so ne Gesamtgemengelage.
00:12:29: Dann stand ich neben diesem Wirt und er hat es halt alles einfach nur mit großem großen Kopfschütteln gesehen.
00:12:34: Er hat gesagt hier sind wir an einem der besten Orte Frankfurt.
00:12:38: Das ist quasi die Visitenkarte.
00:12:40: Hier kommst du raus am Bahnhof und dann kommst Du hier als Tourist- oder Geschäftsmann und siehst quasi dieses Szenen dass das nicht geht, dass das Scheiße sei.
00:12:49: Dass Deutschland sich quasi ja damit entblößt in der Kapitulationserklärung und hat sich da auf jeden Fall so eine Rage geredet.
00:12:56: und das war irgendwie aus einer Perspektive eines migrantischen Mitmenschen sehr authentisch weil man gesehen hat, dass diese Zustände und diese Verwerfungen hier auch für die teilweise unfassbar sind und sie sich auch teilweise trauen das viel mehr zu benennen.
00:13:13: Jetzt ist es auch so, wenn du reisend bist und kommst in der Stadt an am Bahnhof.
00:13:17: Dann ist ja der Bahnhof dann ist die Bahnhofsumgebung das erste was du siehst die Visitenkarte sozusagen von der Stadt Und das kann natürlich einen guten oder auch ein sehr sehr Ja bleibenden schockierenden Eindruck hinterlassen.
00:13:30: am Ende wie war's denn?
00:13:32: ihr habt Dorthin geschaut er wirklich, wo ja viele Versuchenden eigentlich wegzuschauen?
00:13:37: eher die Zustände.
00:13:38: Kamacher ist ja auch sehr oft wirklich hängen geblieben auf Details und so.
00:13:44: Wie viel das Echo aus auf die Reportage?
00:13:46: Was habt ihr dazu hören bekommen?
00:13:48: Extrem extrem positiv.
00:13:50: also ich glaube eine der am meisten gesehene News-Reportagen.
00:13:52: wie gesagt Der Titel hat sich dann so ein bisschen verselbstständigt und wurde zu einem Begriff.
00:13:59: In den YouTube-Kommentaren wurde extrem viel beigepflichtet, auch so mit dem Echo.
00:14:03: Dass endlich jemand über den Verfall von Öffentlichkeit einfach mal redet und eine Kritik, die immer wieder vorgebracht wurde... ...und ich sogar auch verstehe war das ist natürlich auch so voyeuristische Züge bedient.
00:14:17: also es ist natürlich ein bisschen immer an der Grenze zum Voyeurismus weil Menschliches Elend auf Bild einfängt, aber ich würde das eigentlich immer selbstbewusst verteidigen.
00:14:32: Ich glaube man muss darüber sprechen und auch darüber berichten können nach Reporterperspektive dass es diesen Verfall gibt, dass diese Bilder gibt, die Städte, Bahnhöfe ja gewisse Plätze so aussehen wie sie aussehen.
00:14:47: Das ist dazu Menschen gehören Und das ist eigentlich das urjournalistischste Prinzip das es gibt draufhalten zeigen was ist, hinschauen und einfach unverstellt das quasi abzubilden und darzustellen.
00:15:03: Lustigerweise habe ich immer den Eindruck dass im Englischsprachigen Journalismus speziell in den USA diese Debatte viel seltener geführt wird sondern da gibt es ja ein viel größeres Genre würde die sagen von Leuten mit Kameras die einfach irgendwo hingehen und drauf halten und reporten berichten Berichterstatten.
00:15:23: Aber ja, das war so eine der Kritiken.
00:15:24: Aber ansonsten würde ich sagen dass die Reportage extrem positiv angenommen wurde und extrem gut bewertet war und glaube ich etwas eingefangen hat, was viele Menschen bewegt und was viele so ähnlich empfinden.
00:15:40: Inzwischen hast du News verlassen?
00:15:42: Warum?
00:15:45: Aus dem Wunsch nach Veränderung.
00:15:47: also das kann jetzt nicht von heute auf morgen sondern hatte den Grund was anderes ausprobieren wollte, was weniger Nachrichten getrieben ist.
00:15:58: Was weniger vielleicht in die Tagesaktuelle Politik ist... ...was vielleicht auch einfach nicht so getaktet ist.
00:16:06: News muss man sich als extrem extrem dynamisches Unternehmen vorstellen und es ist darin auch extrem gut.
00:16:13: Es entlarvt viele Spins der Politik.
00:16:16: Es schaut hin, was die Regierenden in Machthaber haben.
00:16:20: Es arbeitet Widersprüche heraus ... zu dem, was Sie einst gesagt haben.
00:16:25: Aber ich habe gemerkt dass... ...ich in der Art und Weise wie Journalismus machen will vielleicht... ...davon stückweit weg will und mehr im Bereich des Essays... ...und der langen Recherche und das Nachdenkens kommen will.
00:16:43: Also es war gar keine weltanschaulichen Gründe auch gab keinen persönlichen Zwist aber... Ich wollte so bisschen dieses Tagesaktuelle verlassen bisschen profunder arbeiten im Sinne, dass man länger an Themen und Recherchen an Stücken sitzt.
00:17:00: Und das war quasi der Ursprung weshalb ich diese Entscheidung getroffen
00:17:06: habe.".
00:17:08: Also weniger das tagesaktuelle stressige Geschäft und mehr auch mal in Ruhe ausgeruht anstücke Lange ran gehen.
00:17:16: Wie blickst du denn auf die Zeit zurück bei News?
00:17:19: extrem positiv, wahnsinnig prägend.
00:17:21: Das waren vier sehr, sehr oder dreieinhalb glaube ich drei und ein halb wilde Jahre.
00:17:26: Ich weiß noch als sich da ankam Hat mir einen langen Tisch und es gab irgendwie acht Leute.
00:17:34: Später wurde dann irgendwie glaub ich bisschen mehr weil dann gab's ja den Pleiteticker und so Ich blicke darauf zurück dass wir natürlich massiv Journalismus in Deutschland Und auch die Art wie Debatte geführt wird verändert haben.
00:17:46: also das steht für mich vollkommen außer Frage, dass es auf einmal ein Player gab.
00:17:52: Der tagespolitisch ist der nachrecherchiert, der Fragen stellt, der aber eben so einen linken Zeitgeist entlarvt und sehr unbequem wird für viele Menschen die sich sehr eingerichtet haben in diesen Mainz-Generativen oder auch in die Politik der Mitte und den Journalismus der Mitte persönlich natürlich auch extrem prägend.
00:18:14: also ich blicke da wirklich emotional drauf zurück.
00:18:18: Nach dem siebten Oktober für News in Israel, ich war nach dem Tod von Charlie Kirk in Phoenix bei der Beerdigung.
00:18:26: Ich war zweimal auf Lampedusa und habe dann eine Reportage über die Balkanroute und TikTok Channels gemacht.
00:18:34: In England um über Grooming Gangs zu berichten, also ich bin wahnsinnig viel rumgekommen und hatte da große, große Chancen, Reportagen umzusetzen, die auch Zeit Arbeit und Geld in Anspruch nehmen.
00:18:46: Genau das Gleiche jetzt, was die Recherchen und jetzt längere Stücke im Inland angeht.
00:18:52: Das waren schon auf jeden Fall mit den prägensten journalistischen Stationen, die ich gemacht habe.
00:18:58: Ich glaube, ich bin zum Zuge dieser ganzen dreieinhalb Jahre bei News tatsächlich auch ein bisschen gefestigt da geworden und habe gewisse Gewicht und eine gewisse Stimme auf sozialen Medien.
00:19:12: also das war auf jeden fall eine Zeit extrem gerne zurückblicke und die mich persönlich auch sehr sehr nach vorne gebracht haben.
00:19:21: Und für die ich auch wahnsinnig dankbar bin, also ich glaube das ist ja immer so wie man jetzt an einem punkt ist im beruf wo man dann vielleicht nächsten schritt geht und eben was macht was neu ist?
00:19:36: Wenn das einen an viele neue orte verschlägt und eben in besondere momente bringt.
00:19:42: Ich könnte heute noch in der Kneipe sitzen und mit den Kollegen und Bekannten darüber philosophieren, was das für wahnsinnige Zeiten waren.
00:19:51: Wie wild das alles war!
00:19:52: Und eine Regierung ist kaputt gegangen die politische Gemengelage hat sich ja auch gänzlich verändert.
00:19:58: ich würde jetzt nicht sagen wegen News aber es hatte auch nichts.
00:20:02: also dass die AfD beispielsweise immer stärker wurde hatte natürlich glaube ich schon auch damit etwas zu tun zentristischen und linken Lügen enttarnt wurden.
00:20:12: Und wir dazu einen gewissen Beitrag geleistet haben, also alles in allem extrem positiv und kann nur das Weste berichten
00:20:20: wirklich.".
00:20:22: Jetzt hast du schon gesagt News hat den Journalismus in Deutschland verändert, jetzt war ein kritischer Vorwurf der immer kam.
00:20:30: News habe den Journalismus krawallig gemacht!
00:20:33: Und weil du gerade eben schon die AfD ansprichst, News habe auch der AfD gestärkt.
00:20:38: Wie gehst du mit beiden Vorwürfen um?
00:20:40: Wie siehst du den?
00:20:43: Also die AfD gestärt hat News meiner Meinung nach nicht im Sinne einer proaktiven Kampagne und das war glaube ich nie das Ziel des Unternehmens.
00:20:54: Ich glaube was wir gemacht haben ist dass wir erstmals mit den Leuten fair und auf Augenhöhe gesprochen haben.
00:21:01: Teil unserer Interview-Formate waren bei Ralf Schula in den Morgensendungen.
00:21:05: Wir über Anfragen berichtet haben, soweit wir darin Mehrwert sahen – also es gibt der vor Themen wo wir gesagt haben das sind Themen die für uns extrem wichtig sind, NGO Komplex, Migration und grüne Energiewende.
00:21:19: und wenn es dann exklusive Antworten auf kleine Anfragen von Bundestagsabgeordneten geben, die von der AfD kommen und die uns das gaben und geben, dann sehen wir darinnen einen Grund zu berichten.
00:21:29: oder sollten wir darüber berichten?
00:21:31: Ich glaube vielmehr, dass der Zeitgeist und die Probleme, die wir sichtbar gemacht haben und in den Diskurs reingetragen haben das beste Konjunkturprogramm für die AfD sind.
00:21:44: Die Wahrheit ist doch, dass inzwischen auch durch die Dynamik neuer Medienformate durch auch die ganze Social-Mediaisierung dieses Gerät hat und irgendwo hingehen kann wo was passiert Dinge einfangbar werden.
00:22:01: Mit Anfang war man nicht... Du siehst zum Beispiel, es gibt irgendwie eine Schlägerei und diese Schlägerei findet zwischen zwei Clans in Essen statt.
00:22:10: Und früher hättest du keine Bilder davon gehabt und heute hast das halt relativ schnell.
00:22:16: Das ist auf jeden Fall ein Effekt der damit rein spielt um die News so bisschen potenziert hat weil wir natürlich sagen wenn Dinge schief liegen bei diesen Themen, die wir von Anfang an definiert haben Dann zeigen wir das und dann machen wir es auch nicht aus falscher Rücksichtnahme vor der AfD.
00:22:33: Das wäre mit meinem Berufsbild unverantwortlich!
00:22:36: Und die Erfolge, dass sie Krawalliger sind... Also wir waren natürlich ein Medium, das zugespitzt hat wie andere Medien das auch tun und das durchaus auch Züge des Boulevard aufgewiesen hat.
00:22:49: Alles aber nach bestem Wissen und Gewissen und als Versuch eben Dinge Pontiert und extrem auf den Punkt gebracht in Überschriften, in Zeilen.
00:23:01: In Tieser zu packen.
00:23:04: Das heißt Und oft das vergessen die Leute ja auch so ein Stück weit wird dann immer dieser Vorwurf gemacht Ja aber jetzt habt ihr hier zugespitzene Zeit und lesen dann nicht den Text.
00:23:15: und Texte bei News sind teilweise sehr sehr lange Stücke gewesen.
00:23:19: also das wird ja auch immer so bisschen außer Acht gelassen dass Und man dann nur darüber spricht, wie die Überschrift war.
00:23:27: Aber die wenigsten sich die Mühe gemacht haben den Text dahinter zu lesen und deshalb würde ich im Vorwurf eigentlich relativ gelassen entgegentreten.
00:23:34: das gab eine Zuspitzung.
00:23:36: es gibt auch weiterhin keine Angst davor Themen anzufassen dass auch ein paar Programm stehen.
00:23:42: aber wir taten das oder News tat das und ich als Teil des Teams ebenfalls aus einer journalistischen Überzeugung und ich glaube auch mit journalistischem Handwerk
00:23:53: Gehen wir weg von News und gehen wir hin zu deinem Buch.
00:23:56: Bastard Moderne heißt es, wie kam's dazu?
00:24:02: Das ist eine gute Frage genau.
00:24:04: Ich halte es kurz einmal rein wenn ich darf das war ein Titel den hatte schon ganz früh im Kopf und fand ihn irgendwie gut weil er was zum Ausdruck gebracht hat nämlich einen arg wohnen fremdeln mit der jetzt Zeit mit der postmoderne mit gewissen auswüchsen davon.
00:24:23: Es war dann so, dass ich diesen Titel hatte und es ist ein Buch.
00:24:27: das gliedert sich in zehn Kapitel.
00:24:28: Das sind immer geschlossene Essays- und Nachdenkstekste zu verschiedenen Themen.
00:24:35: Und das erste Kapitel, das weiß ich noch, ging über Pornografie weil ich mir schon länger die Frage gestellt habe was macht es eigentlich mit einer Generation?
00:24:46: Mit meiner Generation, die mit Pornographie aufgewachsen ist lange dran rumgeschrieben und gearbeitet.
00:24:54: Und dann kam dieses Kapitel zustande, und wie gesagt gab es dieses zweite und dritte Kapitel Zombie-und Fremdland.
00:25:02: Das hast du ja richtigerweise angesagt.
00:25:05: angelehnt an die Newsreportagen weil das Phänomene sind der Verfall des öffentlichen Raums und die migrantischen Veränderungen von Stadtbildern, die mir ebenfalls am Herzen lagen ist auch ein glaube ich Thema über dass ich immer wieder viel berichtet habe quasi immer mehr Themen identifiziert hat, dran fortgeschrieben.
00:25:24: Oft übrigens auch erst in den Abendstunden nach Feierabend und wo sich dann langsam und Schritt für Schritt ein ganzes Bild zusammensetzt.
00:25:37: Das ist so bisschen die Entstehungsgeschichte.
00:25:39: Naja irgendwann ist man an dem Punkt, dass man sagt das finde ich eigentlich ganz gut und es drückt eigentlich ganz zum Ausdruck was ich denke und wo meine Punkte sind.
00:25:49: und jetzt bringen wir den heraus.
00:25:51: Und so war die Bastard moderne geboren.
00:25:54: Was genau ist denn der Bastard an der Bastart moderne?
00:25:57: Was hat es mit der Begrifflichkeit auf sich?
00:26:00: Naja, das ist erstmal ein starkes Wort und bleibt im Kopf und hat ja einen gewissen... Also ist auch vulgär einfach.
00:26:09: Ich mag vulgaritätlich, ich finde man kann mal vulgärt sein wenn es irgendwie dazu passt was man ausdrücken möchte.
00:26:16: und dann argumentiere ich dass der bastert hier ein unheilliches Kind, beziehungsweise so eine Vermischung von zwei reinen und unreinen Arten im Sprachgebrauch ist.
00:26:29: Und man das auf die Moderne insofern übertragen kann – dass Systeme und Gesellschaften, die eigentlich funktionsfähig waren, die rein waren quasi durch Einflüsse des, ich würde sagen Wokismus, Liberalismus und linken Weltbildern verkommen sind und auf den Abweg gerieten.
00:26:49: Das argumentiere ich zumindest im Bild, dazu kommt noch was Zweites in Bastard Will niemanden.
00:26:56: Und so ist es auch bisschen bei der Bastard Moderne dass das jetzt ein spät Zustand oder Auswüchser sind die wenn man mit Menschen spricht sich die wenigsten eigentlich ausgesucht haben aber inzwischen die zustande über die ich im Buchschreib vorfinden Aber eigentlich das Gefühl haben, dass man selbst gar nicht her dieser Entscheidung war.
00:27:19: Ja da ist ein bisschen die Genese, die zugegebenermaßen um die Ecke kommt.
00:27:25: aber ich mochte den Begriff und wie gesagt, der bringt ja auch so einen Gefühl zum Ausdruck und so kam es dazu.
00:27:32: Man guckt natürlich auch mal hin wenn man so nen Titel sieht irgendwie im Regal beim Buchhandel oder du hast schon gesagt Ein Spätzustand, ein Wort das nämlich immer wieder auftaucht.
00:27:43: Das ist der Begriff Late-Stage BRD.
00:27:45: was hat es damit auf sich in dem Buch?
00:27:48: Das ist ein Begriff den benutze ich inzwischen auch in Tweet sehr gerne und er ist entlehnt.
00:27:53: Es gibt auf der ganzen Welt von Instagram so late stage capitalism means Und es ist so extrem lustig weil die bringen auf den Punkt wie so turbokapitalistischen Umständen zum Beispiel Arbeiter in Tokio Shibuya entstehen schlafen oder es so Werbeanzeigen gibt wenn Leute keine Freunde finden, die neuen Timberlandschuhe der Freund werden können.
00:28:17: Also so Verwerfungen wo man merkt irgendwie okay jetzt geht das alle soweit dass wir quasi Dinge, die wir nicht monetarisieren sollten und das einfach Auswüchse hat, die in so Minus gefangen ist also in so Bildchen und so.
00:28:30: Und ich finde die Late-Stage BADs insofern auch ein gutes Pendant, weil es ein spät Zustand dieser Bundesrepublik erfasst.
00:28:42: Die BRD ist ja auch so bisschen das was man mit Goldener BRD verbindet die Bonner Republik, die glorreichen Zeiten nach dem Wirtschaftswunder.
00:28:53: Adenauer und Erhardt und Brandt und Kohl und Schmidt Und die haben ja irgendwie noch etwas hergemacht.
00:28:59: und dieses Land war damals ein gutes und unserer Wirtschaft ging's gut.
00:29:03: und inzwischen merkt man dass ganz viele Ja, dieser Versprechen sich nicht mehr halten lassen und ganz vieles auch auf so generationellen Lügen und Lebenslügen gebaut war.
00:29:14: Das heißt das ganze viele diese Dinge die in der Bundesrepublik und in der Nachkriegszeit selbstverständlich waren, inzwischen eigentlich nicht mehr selbstständig sind weil sie Leute nicht mehr überzeugen und weil sie einfach an Grenzen ihrer Fähigkeit die Welt zu erklären stoßen.
00:29:31: Und genau heute hat man eben dieses Land mit diesen ganzen Verwerfungen der Migration, mit Parallelgesellschaften, mit Kriminalität.
00:29:42: Mit dem Aufstieg zivil- religiöser Symbole, mit einem guten grünen Mensch und diesem Moralismus.
00:29:49: Ja quasi ein Zerrbild dessen ist was es eins war aber man eigentlich sehr gut darin erkennen kann dass glaube ich hier auch so eine Epoche zu Ende geht und das so ein Auslaufmodell ist.
00:30:02: Ich würde zumindest argumentieren das Land und die Postulate, die wir haben auf Dauer sich nicht mehr durchsetzen werden lassen.
00:30:09: Und früher oder später an eine Ende
00:30:12: kommen.".
00:30:14: Im Einstieg habe ich es schon gesagt – Du bezeichnest das Buch als Kriegserklärung an eine degenerierte Jetztzeit!
00:30:20: Was genau ist denn degeneriert?
00:30:22: An der Gegenwart?
00:30:26: Naja, das ist natürlich eine Zuspitzung.
00:30:28: aber wenn man sich fragt was degeneriertes an unserer Gegenwart dann ist das, glaube ich, eindeutig oder zumindest schiefgewickelt.
00:30:39: Also dass Menschen ihre Heimat verlieren und wir uns immer weiter quasi in einer technologischen Revolution befinden die menschliche Arbeitskraft ersetzt, die persönliche Beziehung ersetzt Die ganz viel gewohntes Aussterben beenden lässt sind Dinge die sind degeneriert, wenn man dieses Wort jetzt nutzen will.
00:31:06: Dass wir inzwischen Zivilreligionen wie so Götzenheiligen also dem Klimawandel oder dem Antirassismus oder der LGTBQ Pride, die in unser Leben treten und Konstanten wie Kirche, Familie oder auch Nationen ersetzen aber Betätigungsflächen für Aktivisten ist doch degeneriert.
00:31:31: Degeneriert ist auch, wenn sich Alltags-Dinge die eigentlich Menschen zusammenbringen inzwischen zu Transmissionsriemen wandeln, die unsere Gesellschaft missionieren wollen.
00:31:42: So ist es beim Fußball.
00:31:43: Der Fußball ist von etwas sehr natürlichem und glaube ich so größten gemeinsamen Nenner den wir haben zu einem Phänomen geworden der Menschen entfremdet und er uns belehren will, und dieser ganzen woken Zustände mitbefördert.
00:32:08: Also das Leben in dem wir jetzt leben ist kein notwendigerweise furchtbares und ich bin auch kein Typ der verbitter durch mein Leben läuft.
00:32:18: aber anzuerkennen dass diese Auswüchse und ganz vieles davon was sichtbar ist doch eine Abkehr von der Norm und ein falscher Weg sind Da sollte sich eigentlich jedem Aufträngen der dieses Land erfassen will.
00:32:33: Das sind meine Heimat Ludwigshafen, vierhundertvierzig von Vierhundertneunzig Schülern in der Gräfinauschule Förderbedarf haben und es glaube ich Hundertfünfzig Kinder ohne jegliches Wort Deutsch gibt bei der Einschulung ist doch degeneriert oder verkommen.
00:32:49: also dass sechs Personen in Stade erschossen werden von dem türkischen Mann in der Jugendhilfseinrichtung, die als quasi Repräsentanten des Staates im Sorgerechtstreit waren ist doch degeneriert.
00:33:06: Man kann das ja immer weiter durchdeklinieren.
00:33:08: man sieht Nachrichten und läuft durch dieses Leben und man begreift doch, dass da draußen und es so ist wie es ist nicht immer so war wie es jetzt ist und dass dahinter Entscheidungen stehen Nur mit Staunen ertragen kann, so würde ich sagen.
00:33:25: Du nennst in deinem Buch diese ganzen Entwicklungen, diese Phänomene inländerfeindlich?
00:33:31: Wieso?
00:33:33: Inländer feindlich bist du bezogen auf Zombieland also auf die Veränderung von Heimat und von Städten und von Stadtbildern in Deutschland Und in länderfeinlich ist es weil dies die eigene Heimat zerstört.
00:33:47: Du hast hier eine Migrationspolitik durchgesetzt Die mir meine Heimat weggenommen hat und die Stadt Ludwigshafen, die ich kenne heute nicht mehr wiederzuerkennen ist.
00:34:00: Und wenn du auch hier wieder gegen den Willen der Menschen über Jahrzehnte und speziell in den letzten zwölf Jahren eine so große Zahl von Menschen nach Deutschland bringst, teilweise aus dem entlegensten kulturfremden Regionen sie ansiedelst, siehst das Stadtteile Fremdwerden des Deine Nachbarschaft sich verändert.
00:34:23: Dass die Läden, die du in deiner Kindkante schließen, dass dafür arabische Schriftzeichen und vulgarische Bäckereien sind... ...dann ist das doch gegen die Inländer!
00:34:32: Und dann ist es ein Phänomen, das ich auch auf jeden Fall so benennen würde, weil ein Staat und seine Politik sollte auf jeden fall auch Sorge dafür tragen, dass Menschen ihre Heimat erhalten können ist quasi nicht im Rahmen von so einem Gesellschaftsexperiment und Transformationsprozess in ein paar Jahrzehnten abgewickelt wird.
00:34:59: Ich glaube auch, dass in meiner Heimat Polen – also ich komme aus einer polnischen Familie – so etwas zum Beispiel nie geduldet würde.
00:35:06: Im Kroatien genauso!
00:35:07: Du kannst dich einfach sagen wir siedeln hier in dieser Zahl Menschen an und erlauben diese Dimensionen.
00:35:15: daran sind ja auch demografische Fragen angeschlossen.
00:35:19: Und dann ist es halt so, dass die Stadt in Rheinland-Pfalz inzwischen nicht mehr aussieht wie Rheinand-Pfalz.
00:35:23: Sondern ja, wie was eigentlich?
00:35:25: Eine Mischung aus irgendwie allerhand östlichen afrikanischen orientalischen Städten mit vereinzelnden Deutschen.
00:35:35: Also das ist doch... Das ist doch nicht im Sinne der Inländer und das ist auch nichts, was ich damit verbinde, dass sich jetzt jeden einzelnen Menschen deshalb verachte oder so.
00:35:45: Darum geht's mir ja nicht.
00:35:47: Entwicklung, die hier sichtbar wird.
00:35:49: Die spürbar wird, die übergestülpt wurde und jetzt Menschen vor vollendete Tatsachen bringt das würde ich als inländervereinlich bezeichnen.
00:35:58: ja doch
00:36:00: Jetzt ist ja Migration an sich In Deutschland kein neues Thema.
00:36:04: Wir denken mal an die Gastarbeiter.
00:36:06: in den sechziger Jahren Und auch in den Jahrzehnten später gab es ja auch immer Migranten, die integriert werden konnten auch zum Beispiel nach dem Ende der Sowjetunion.
00:36:16: Was hat man in den letzten Jahren in deinen Augen anders schrägstrich schlechter falsch gemacht im Vergleich zur Vorhöhung?
00:36:24: Die Herkunftsländer sind gänzlich andere.
00:36:26: also sich eine neunziger Jahre Ludwigshafen geboren wurde gab es auch Migrant und gar nicht mal so wenige.
00:36:31: aber es waren Quarten Jugos Türken Polen Russen Italiener Rumänen Also überwiegend Menschen aus Ländern, die im weitesten Sinne europäisch sind und einfach auch eine größere kulturelle Nähe zu Deutschland haben.
00:36:52: Ich würde auch behaupten dass die Menschen in den sechziger Jahren und später dann zu uns kamen oft einen anderen Antrieb hatten es hier zu schaffen die Sprache zu lernen sich einzugliedern.
00:37:07: wenn gleich ich auch zu Bedenken geben würde das auch schon in den fünftiger, sechziger und siebziger Jahren die Fehler gemacht worden sind.
00:37:14: Und viele Weichen gestellt wurden das erst später dann auch noch zwei Fünfzehn so weiter dazukommen.
00:37:23: aber es war nicht immer so glorifizieren wie das manchmal wirkt.
00:37:26: Aber worauf ich hinaus will?
00:37:27: Ich glaube schon dass es eine viel sozial verträgliche Gesellschaft gab und ich glaube schon daß die Akzeptanz der Deutschen auch für ja das Leben mit diesen Migrantengruppen, die ich genannt habe eigentlich akzeptiert war und im weitesten Sinne versöhnlich war.
00:37:43: Und das durch demografische Entwicklung, speziell die Geburtenrate und dann die außerkontrolle geratene Massenmigration, Asylmigration um den XXI.
00:37:57: Jahrhundert, dass eine Dynamik bekommen hat, die etwas ganz anderes ist.
00:38:03: Wo man sagen muss wenn der Achtzig-Prozent junge Männer aus vor allem Ländern wie Afghanistan, Irak, Syrien Ich würde sagen aus dem Balkan kamen viele Somalia, Eritrea bisschen Sahelzone.
00:38:15: Nordafrika kam das ja ganz andere Vorzeichen sind.
00:38:19: Das kriegt man in diesen Zahlendimension gar nicht integriert.
00:38:24: Das sind aber auch Gesellschaften den diese Menschen entstanden die deutlich archaischer sind also wo die kulturelle Distanz größer ist.
00:38:34: es ist nicht so einfach sie in Europa einzugliedern wie viele Menschen aus welchen Ländern Gesellschaften überhaupt aufnehmen können, sodass es sowohl im Sinn des Landes als auch der Individuen ist.
00:38:49: Ich weiß aber dass diese Zahlen seit zwei fünfzehn dieser Dimensionen um ein Vielfaches überstiegen und das wirklich auch Ausmaße hat wo wir glaube ich auch gar nicht realisiert haben was das für Konsequenzen haben wird.
00:39:02: Aber da würde schon ganz zentralen Unterschied sehen.
00:39:05: die Migration des zwanzigsten Jahrhunderts, der Nachkriegsrepublik mit ihren Ländernmengen war etwas ganz anderes als die der letzten zwölf oder sechzehn und speziell zwölfe Jahre.
00:39:23: Und ich glaube da lohnt es sich auch zu differenzieren.
00:39:28: Welche Rolle spielen eigentlich Politik, Wirtschaft und Medien in der Bastard moderne?
00:39:37: Da ist eine gute Frage!
00:39:39: Die Politik hat natürlich ganz viele dieser Prozesse ganz aktiv befördert, also dahinter stehen ja immer politische Entscheidungen und ich bin auch jemand der sich verwehrt das alles so apolitisch zu sehen.
00:39:53: Das ist irgendwie ein Taschenspieler-Trick, der sich rhetorisch durchgesetzt hat.
00:39:57: aber nein es ist keine Selbstverständlichkeit dass die Migrationspolitik so wie sie ist und es ist auch keine Notwendigkeit Progress-Brite-Flaggen hängen, dahinter schließen sich politische Entscheidungen an.
00:40:13: Das entsteht nicht im Luftlernen Raum und ganz viele der Probleme über die ich in diesem Buch schreibe sind durch politische Entscheidung zu Stande gekommen.
00:40:26: Und ich würde auch argumentieren dass vor allem die Parteien der Mitte, in Deutschland speziell die CDU aber auch SPD dafür verantwortlich sind, die ihren Wesenskern verloren haben und zu getriebenen vom Zeitgeist wurden.
00:40:38: Aber es sind natürlich korrigierbare Entscheidungen.
00:40:41: So ist es ja ähnlich beim Atomausstieg und so ist das auch bei der Grenzöffnung.
00:40:46: Zwei-Fünfzehn, so ist es bei vielen Dingen.
00:40:50: Es ist nicht so dass Dahinter keine Verantwortlichen sind dahinter stehen Entscheidungen.
00:40:55: Das ist ganz zentral zu verstehen.
00:40:57: Bei Medien würde ich sagen, dass sie allzu lange willfährige Begleiter von Fehlentwicklungen waren.
00:41:04: D.h.,
00:41:08: Rechnung getragen wurde, dass mit der Flüchtlingskrise dem Atomausstieg übrigens auch später der Corona-Krise ernsthafte Probleme einhergehen.
00:41:18: Verschiedener Natur wie gesagt Kriminalität Ausschluss von Menschen die ungeimpft sind eine neue grüne Energie und Infrastruktur die sich nicht trägt wo Journalisten viel früher und eher hätten kritisch sein müssen und Politikern auch nicht durchgehen lassen dürfen, dass sie das quasi abwiegeln und einfach durchsetzen.
00:41:42: Es hat sich lange Zeit so angefühlt als gar es gäbe es nicht diese kritische Funktion von Medien die den Mächtigen auf die Finger schauen sondern es wurde alles begleitet teilweise ja sogar von linker Seite auch noch mehr gefordert und incentiviert, wenn ich an zwei, fünfzehn nachdenke.
00:42:01: Also da war das Narrativ ja auch wie unmenschlich die deutsche Migrationspolitik sein.
00:42:06: bis heute wird es wiederholen.
00:42:08: Das heißt Medien waren zu unkritisch und haben zugeguckt statt nachzufragen und haben auch viel zu lange die Sorgen und Rüttel von vielen Menschen, die heute AfD wählen komplett ignoriert?
00:42:19: Und was war das Dritte nachdem du gefragt hast?
00:42:23: Politik, Medien und Wirtschaft?
00:42:25: Ah, Wirtschaft.
00:42:25: Na und Wirtschaft?
00:42:26: Das ist ja vielleicht das Interessante an dem Buch was viele auch Kritte sehen und wo ich auch gerne in den Diskurs gehe.
00:42:33: aber ich argumentiere dass die freie Wirtschaft, die Unternehmen, die CEO's Teil der Bastard Moderne und Teil des Problems sind und viele dieser Entwicklungen nur aus einer marktwirtschaftlichen Perspektive verständlich werden weil Entwicklung toleriert aber auch aus Kapitalinteressen aus dem Wunsch nach quasi einerseits monetären Zuwachs, andererseits aber auch so eine Art... Geldloserwährung, dem Virtue der Tugend.
00:43:04: Man wollte gut sein als Unternehmen mitgetragen worden sind.
00:43:09: und wenn sie sich die deutschen CEOs der DAX Konzerne, man kann Autos eingeben, Lufthansa, was auch immer man will, mal einmal durch die AI jagt und fragt wie standen die denn zum Pariser Klimaabkommen zur Flüchtlingskrise?
00:43:22: Wie positionieren Sie sich angesichts von Pride und LGTBQ?
00:43:25: Man wird immer merken auch da gibt es diese Papageienfunktion, die ich bei Medien auch gesehen habe bei alle mitgemacht, die haben alles beklatscht.
00:43:33: Die wollten immer dazugehören und immer die Guten sein.
00:43:35: Die wussten teilweise dass es gegen die eigenen Interessen ist, gegen die Kunden ist.
00:43:39: Die wussten auch das Migration im besten Fall wenn überhaupt Lohndumping Sklaven für irgendwie Mindestlöhne nach Deutschland bringt oder Schwarzarbeit aber diese Wirtschaft ja gar nicht retten wird.
00:43:51: Und trotzdem wurde das immer wieder mitgetragen und wiederholt.
00:43:58: gewisse Anreize und gewisse Entwicklung, die Bastard-Werdung des Fußballs.
00:44:03: Der Aufstieg dieser Pornografie, der eine ganze Gesellschaft prägt, ist auf jeden Fall auch wirtschaftlich in dem Sinne begleitet worden und mitgetragen
00:44:14: worden.".
00:44:15: Warum handelt man dann gegen seine eigenen Interessen?
00:44:22: Naja also wenn ich sage... Wenn ich von Virtue spreche, dann meine ich es gibt ein Aufstiege dieses Tugendretter-Tooms.
00:44:32: Und es gibt von Seiten, von CEOs und Unternehmen glaube ich den großen Wunsch zu einem Milieu zu gehören das einerseits mächtig im Sinne von Einfluss auf Entscheidungen ist, dass aber andererseits auch auf Empfängen ist in gleichen Kreisen verkehrt wo auch wichtige Personen Influencer Politiker sind und in diesen Kreisen will man gemocht werden.
00:44:59: Man isst ungerne Das schwarze Schaf und der Aussätzige.
00:45:04: Und derjenige, der sagt ne das mit der Flüchtlingskrise war keine gute Idee Leute stopp jetzt.
00:45:10: Man weiß was sich daran anschließt.
00:45:12: nicht selten Shitstorms.
00:45:14: Leute schreiben dir Nachrichten du wirst gefragt Was zu sagen können ist das kennt man auch nur von der AfD dass sei menschenverachtend.
00:45:23: das heißt Es hat sich der Wunsch durchgesetzt eben in dem Spiel auf der richtigen Seite zu stehen.
00:45:31: Und ich glaube aber, dass jetzt gerade bei so extrem progressiven Vielfaltkampagnen das in dem Sinne gegen die Interessen ist.
00:45:40: Dass die meisten Kunden, dass die meisten Konsumenten das alles gar nicht wollen.
00:45:44: und man sieht es ja bereits in den USA wo's Backlashes gab nachdem bei Bud Light war glaub ich ein Beispiel wo amerikanische Bier trinkende Rednecks dann einfach gesagt haben wenn wir jetzt irgendwie hier Transaktivismus ... befördern und das quasi alles mittragen müssen, dann kaufen wir einfach kein Bud Light mehr.
00:46:05: Und dann wurde sich ... ... quasi dagegen gewährt aber... ... mein anderes Beispiel Gillette hat glaube ich bei dieser Black Lives Matter-Kampagne ... ... und Colin Kaepernick usw.
00:46:14: massiv mitgemacht.
00:46:15: und dann du die Anschluss nach Gutwesnen.
00:46:17: halt die Kunden von ... ... Gillette, die Männerherren rasur Apparate herstellen.
00:46:22: Entweder ar politische Menschen in manchen Fällen vielleicht sogar recht konservative Menschen ist ja jetzt nicht irgendwie ... der Kern, der Black Lives Matter Bewegung die Minnesota kurz und klein schlägt.
00:46:33: Und deswegen glaube ich sehr oft dass Unternehmen nach außen hin eine Tugendhaftigkeit ja eine Anschlussfähigkeit zu diesen Walking-Talking Points abbilden und gleichzeitig aber eine Kundschaft haben die eigentlich gar nicht mal so dahinter steht oder das einfach sieht und mitträgt, konsumiert, die Produkte kauft.
00:46:56: Ich meine ich erinnere mich auch noch an Videos von von Kid Rock, wie er auf so einen ganzen Stapel von Bud Light Dosen mit einem Schnellfeuergewehr losband hat.
00:47:05: Also es gab ja sehr sehr... Verrückte Entwicklung damals.
00:47:09: Apropos Entwicklung, du schreibst in deinem Buch auch über die Krise des Liberalismus.
00:47:14: und du schriebst da der Liberalismus steckt in seiner terminalen Krise nicht etwa weil seine Ideale plötzlich falsch geworden wären sondern weil die Prämissen unter denen er eins gegründet wurde allesamt nicht mehr vorhanden sind.
00:47:25: Jan was sind das für Prämisse?
00:47:27: Die
00:47:29: Prämission des Liberalismus ist dass er Menschen verspricht die Autonomie zu steigern und zu maximieren.
00:47:37: Der Liberalismus sagt, du kannst alles sein was du sein möchtest wenn du dich nur genug anstrengst.
00:47:44: Und jetzt ist es so dass man sich die Entwicklung in der heutigen Zeit anschaut und sich daran anschließt das eben ganz viele diese Ermutigungen falsch waren und falsch sind.
00:47:53: Wenn du... ...die Prämisse triffst, dass jeder alle sein kann wenn er sich nur genug Anstrengend und quasi aufsteigen kann dann ist es doch so.
00:48:02: Dann wird man Menschen ermutigen Syrer ermutigen nach Deutschland zu kommen und ihnen den Glauben geben, dass sie deutsche Staatsbürger per Einbürgerung werden.
00:48:14: Man wird biologische Frauen ermutigend, dass die Männer werden können wenn sie sich nur stark genug identifizieren.
00:48:23: man wird Straßenkicker aus Mogadishu dazu ermutigt zu glauben man in Europa wenn ich einen guten Verein habe und hart genug trainiert dann werde vielleicht ein Profi-Fußballer Ich finde das sicherlich auch eine italienische Frau dazu.
00:48:37: Und so kann man das ewig in ewig weiter durchdeklinieren, aber es ist ja in der globalen Welt die auch das Internet hat doch etwas ganz anderes.
00:48:48: Ob man sagt man ermutigt Menschen und man garantiert maximale Freiheit als wir es vorherzehnten war und glaube ich auch in der ganzen Entstehungsgeschichte des Liberalismus.
00:49:01: diese ganzen Versprechen beruhen doch auf relativ homogenen Gesellschaften.
00:49:06: Auf einer Migration, die innerkontinental oder innerländisch war... ...auf einem versprechende sozialen Mobilität, dass quasi das Arbeiterkind es hoch schaffen kann zum ersten Abiturierenden und zum Studenten,... ...das Liberalismus Meinungsfreiheit bedeutet.
00:49:26: Und da sind ja Dinge, die finde ich auch sympathisch, finde ich bis heute sympathisch.
00:49:30: Aber ich glaube sie funktionieren in dieser neuen durchdigitalisierten Welt des einen, zwanzigsten Jahrhunderts nicht mehr.
00:49:37: Weil ich glaube die Welt ist eine andere und weil ich glaube dass diese ganzen Versprechungen sich nicht mehr erneuern lassen können wenn wir eben von dieser zusammengewachsenen One World sprechen.
00:49:52: und es gibt einfach Grenzen wo man sagen muss Das ist nicht liberal, sondern das ist kontrafaktisch.
00:49:59: Dass es zwei Geschlechter gibt, ist halt einfach biologische Tatsache.
00:50:02: Das ist Realität und wir können dich ermutigen so viel du willst aber Du wirst halt kein Papi und du wirst auch dein Geschlecht nicht ändern können.
00:50:12: Und das meine ich ein bisschen mit diesen Prämissen.
00:50:17: Ich meine ich komme selbst... Meine Familie ist aus dem realen Sozialismus geflohen.
00:50:22: Keine Interesse an so einer stumpfen Kapitalismuskritik und so weiter, aber sehr interessant ist halt dieser ganze liberalismus kritische postliberale Ansatz.
00:50:36: Ich hab hier auch ein Buch lustigerweise was ich gerade gelesen habe Patrick De Nien, Where Liberalism Failed, dass es jemand der auch JD Vance massiv geprägt hat Und er eben sagt das ganz viele diese Entwicklung über die wir sprechen uns zu arg wohnen bringen, wo wir sagen natürlich auch lokale Bündel, ja Familiennachbarschaften das ist alles zerfallen.
00:51:02: Sie sind in trinzischen Liberalismus drin weil der Wesen von ihm ist und ich bin jetzt kein Theoretiker und gibt sicherlich auch gute Erwiderungen dazu.
00:51:16: aber für mich resoniert das einfach und es ist ein Punkt.
00:51:22: Also ich habe dieses Buch geschrieben und dass es am Ende diese Liberalismuskritik wurde, das hatte ich eigentlich gar nicht so sehr vor.
00:51:29: Aber umso mehr Kapitel sich anschlossen, desto mehr habe ich gemerkt.
00:51:33: Naja Phänomen nach Phänomene komme ich ja hier schon zu dem Schluss Dass das irgendwie nicht ganz möglich ist wenn man nicht freiheitliche und wirtschaftliche Versprechen mit berücksichtigt.
00:51:50: Ja, ich glaube da lohnte sich drüber nachzudenken weil es waren nicht die Kommunisten und die Grünen.
00:51:56: Und die Chinesen und Russen, die uns die Bastard Moderne gebracht haben sondern sie kam aus sich selbst heraus, aus marktwirtschaftlichen Logiken, aus Versprechungen alles sein zu können.
00:52:07: Aus der Vergrößerung von Freiheit.
00:52:10: das waren ja keine Geister.
00:52:11: Das glaube ich lässt sich schon sehr gut nachvollziehen als Konsequenz eines Systems.
00:52:18: Beim Lesen deines Buches habe ich mir an irgendeinem Punkt gedacht, jetzt haben wir die Zustände beschrieben.
00:52:24: Jetzt haben wir Probleme geschrieben.
00:52:26: Wie schaut denn eine Lösung aus?
00:52:27: Oder andersrum gefragt gibt es denn eine Alternative zur Bastard Moderne?
00:52:32: und wenn ja wie schaut sie aus?
00:52:35: Das weiß ich nicht!
00:52:36: Und ich weigere mich auch diese Frage zu beantworten.
00:52:38: Ich habe natürlich Ideen.
00:52:40: Ich glaube schon dass man viele Ansätze sieht wo man merkt das Menschen danach trachten dass es was spirituelles, was größeres gibt.
00:52:49: Es gibt ja jetzt zum Beispiel auch Leute die finden die Religion wieder eine Rechristianisierung.
00:52:54: ich finde viel von so kommunitaristischen Ansätzen interessant also das man selbst versorgerische Einheiten auf kleinerer lokalere Ebene hat.
00:53:05: Ich glaube, dass die Familie wieder positiv besetzt werden sollte.
00:53:10: Menschen müssen Kinder zeugen.
00:53:11: Auch das ist halt ein Schicksalsfrage und vielleicht auch das größte Problem.
00:53:16: Und es gibt da sicherlich allerhand Lösungen und ich glaube, es gibt auch sehr kluge Menschen die den werfen können.
00:53:25: Aber ich werde das immer wieder gefragt und ich sage immer Ich weiß es nicht und ich weigere mich diese Frage zu beantworten weil ich als Chronist in dieses Buch gegangen bin und mich auch als Chroniste und Beobachter verstehe.
00:53:38: manchmal überschreite ich auch bisschen dieser Rolle im Buch und analysiere schon aber Mir ging es erst mal darum, diese Bastardmoderne zu erfassen und herauszuarbeiten was sie ist.
00:53:50: Wie sie aussieht wie sie schmeckt, wie sie fühlt, was sie bedeutet.
00:53:54: Und ich glaube aber dass die Frage der Lösung eine ist, die man gar nicht immer haben muss als Autor- und Journalist und Reporter Das überlasse ich gerne den klügsten Menschen, die wir haben Denkern, Akademikern, Politikern wenn es dann wirklich Gute gibt.
00:54:14: Es ist sicherlich nicht einfach und es ist sicher nicht von heute auf morgen zu schaffen.
00:54:19: Aber es lohnt sich, erst mal diese Zustände anzuerkennen und auf Grundlage dessen eine Zukunftsvision vielleicht zu entwerfen die Bastardmoderne über kommt.
00:54:29: und anders ist nur dass ich da meine Rolle an der Seitenlinie sehe.
00:54:36: Ich beschreibe und andere müssen in die Lösung finden.
00:54:39: Ich weiß, das ist sehr denkvoll.
00:54:41: Und Leute fragen dann immer ja aber du musst doch was.
00:54:43: und ein paar Dinge habe ich es skizziert und angerissen.
00:54:48: Ich glaube zum Beispiel auch wir brauchen eine Kultur des Shamings wieder.
00:54:51: also das ist zum Beispiel bei diesem ganzen Pornografiekapitel hab' ich rückblickend gedacht, ich hätte mir gewünscht dass man früher schänt, dass Leute Pornos gucken!
00:55:03: Also und das meine ich auch im Freundeskreis und so... Auch das übrigens ist total intrinsisch liberal weil Man ja immer gesagt hat, ne gut sexuelle Befriedigung und es ist doch gar kein Problem.
00:55:15: Und ich glaube in der Kultur des Shaming von Seiten des Elternhauses Geschwistern Freunden extrem extrem wichtig könnte in dem Bereich zum Beispiel Teil einer Lösung sein.
00:55:28: oder auch das zB Onlyfans.
00:55:30: Leute sagen hey du machst dieses Onlyfanz jetzt nicht und du fotografierst dich nicht halb nackt Das gehört sich nicht!
00:55:37: Das macht man nicht Haram, wie Muslime sagen.
00:55:43: Genau aber das ist vielleicht als einen Ansatz wo ich jetzt bei den konkreten Problemen eine Idee hatte.
00:55:50: Bei anderen Dingen ist es schwieriger.
00:55:54: was denkst du denn?
00:55:55: Was sind die Lösungen?
00:55:56: Dann lass mich mal... Das ist das Schöne!
00:55:58: Als Fragensteller muss sich nicht die Lösung haben da ziehe ich mich da bequem drauf zurück.
00:56:02: Aber lasse mich mal andersrum fragen was sollten die Leser aus dem Buch mitnehmen wenn sie fertig sind damit?
00:56:08: Naja, Sie sollten gewisse Dinge die vielleicht ein bisschen un hinterfragt waren.
00:56:11: Also warum meine Stadt so aussieht wie sie aussieht?
00:56:13: Warum der Fußball sich so komisch anfühlt und nichts mit dem Sport zu tun hat, den ich eins liebte?
00:56:21: Warum Pornokultur schlecht ist oder welchen Einen für sie hat Mitnehmen darüber kritisch nachdenken.
00:56:28: Und sie sollten Vielleicht auch einfach eine gewisse Unterhaltung unter Vergnügungen rausziehen vielleicht in manchen Stellen eine gewisse Trauern abgesangene Melancholie.
00:56:41: Also es sind tatsächlich Impulse und ich hoffe auch, dass ich als Autor lesenswert bin im Sinne das einfach Leute unterhalten.
00:56:53: Manche sagen das hat sie mega traurig gemacht andere sagen, dass die sich komplett weggeschmissen haben an manchen Stellen.
00:56:59: aber das ist ja schon mal etwas.
00:57:00: und ich meine im zweiten Schritt glaube ich, wie gesagt lohnt es sich darüber nachzudenken dass nicht alles so sein muss die wir es anerzogen und vermittelt bekommen haben sondern Dinge veränderbar sind.
00:57:13: Und man projektiv darauf hinarbeiten kann das anders zu machen und das ein Ansatz ist für die Auseinandersetzung sei die Veränderung die du in der Welt sehen willst hat mal Gandhi gesagt.
00:57:30: Das ist gar nicht Wahnsinnig!
00:57:34: Aber manchmal denke ich, man sollte erhobenen Hauptes und gerade durch diese Welt gehen.
00:57:42: Und auch wenn man eine gewisse Dinge fremdelt nicht in so Verbitterungen.
00:57:46: Ich glaube das ist der falsche Ansatz.
00:57:48: Ich glaub ein gewisser Kulturkampf, ein gewisses Widerspruchskreis die Polemik, dass sind alles richtige Ansätze aber ansonsten auch übrigens Lachen- und Augenzwinkern.
00:57:58: also über manche Dinge soll man einfach auch Lachen und Humor haben.
00:58:03: Das würde ich Ihnen allen raten.
00:58:04: Und dann eben mit dem Zusatz, dass bei gewissen Dingen wir an uns selbst arbeiten können.
00:58:11: Ist kein Jungfood ist gesund.
00:58:12: schau keine Pornos sind eine Frau Lies Bücher also gehen die Kirche ab und zu.
00:58:20: Denk an deine Eltern.
00:58:21: Also ja es klingt jetzt alles nach so pietersen und konservativer Ratgeber und diese Rolle dieser Rolle steht mir nicht sanderlich gut.
00:58:28: aber das ist vielleicht das was ich zum Ende noch auf den Weg geben kann.
00:58:35: Räumt euer Zimmer auf um bei Petersen zu bleiben.
00:58:39: Die Frage zum Schluss Jan, das wird sich nämlich jetzt so einige Zuschauer fragen.
00:58:44: Du bist jetzt weg von News.
00:58:46: da ist die Frage natürlich wie und vielleicht sogar wo geht es für dich weiter?
00:58:55: Als Pizza-Fahrer bei Call of Pizzas Und wenn es einen neuen Job gibt oder irgendwas zu verkünden dann werde ich das verkünden.
00:59:04: Also es bleibt spannend!
00:59:07: Für hier und heute sind wir am Ende angelangt.
00:59:08: Ganz lieben Dank für deine Zeit und fürs Gespräch!
00:59:12: Vielen Dank fürs Interesse, alles Beste dir!
Neuer Kommentar